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Die Orte, an denen die hier vorgestellten Romane spielen, eignen sich auch alle als Reiseziel: Wien und Berlin, Korfu und das Périgord. Doch die Ermittler haben eher keine entspannte Zeit - sie müssen Morde aufklären! Und oft bleibt es nicht bei einem...
Auf der Strecke – ein Fall für Berlin und Wien Der erfolgreiche Jungautor Xaver Pucher steigt in einen Zug, um von Wien nach Berlin zu fahren. Kurz nachdem er es sich bei einem Glas Rotwein in seinem Schlafwagenabteil gemütlich gemacht hat, findet ihn der Schaffner tot auf – erdrosselt. Nicht nur sein Reiseziel ist der Grund, dass zwei Kommissare die Ermittlungen übernehmen: Anna Habel in Wien und Thomas Bernhardt in Berlin. Nach anfänglichen Zickerein raufen sie sich einigermaßen zusammen und ermitteln gemeinsam – jeder in seiner Zeit, aber auch gemeinsam in Wien und Frankfurt. Und es gibt viele Spuren: Xaver Pucher hatte sowohl in Berlin als auch in Wien eine Freundin, einen neidischen Schriftsteller-Freund und Kontakt zu dem zwielichtigen Meyer-Köttenheinrich, der mit Immobiliengeschäften reich geworden ist. Und dann gilt es auch noch, das verschwundene Manuskript von Xaver Pucher zu finden, denn anscheinend enthält es brisantes Material, das nicht nur Meyer-Köttenheinrich zu beunruhigen scheint. Und dann passiert ein zweiter Mord...
Originelle Idee, eine temperamentvolleWienerin und einen grüblerischen Berliner gemeinsam ermitteln zu lassen! Gegensätze und Vorurteile prallen aufeinander, auch die jeweiligen Kollegen mischen eifrig mit – ein Krimi mir viel Humor und Lokal-Kolorit. Die beiden Autoren, Petra Hartlieb und Claus-Ulrich Bielefeld, sind seit Jahren befreundet. Dies ist ihr erstes gemeinsames Buch. „Auf der Strecke – ein Fall für Berlin und Wien“ von Bielefeld & Hartlieb ist als Taschenbuch bei Diogenes erschienen und kostet 10,90 Euro.
Schwarze Diamanten Bruno Courrèges, Chef de Police in dem idyllischen St. Denis im Périgord, freut sich, dass er auf seinem Grundstück auch ab und zu Trüffeln findet. Beim Verkauf hilft ihm sein alter Jagdfreund Hercules aus dem Nachbarort. Und er bittet Bruno um Hilfe: Auf dem Trüffelmarkt wird anscheinen betrogen: Die sogenannten „Schwarzen Diamanten“, Trüffeln der Sonderklasse, werden mit billigen Importen aus Asien verschnitten – es gab die ersten Beschwerden von belieferten Kunden. Doch es kommt noch schlimmer: Als Bruno und sein Freund, der Baron, sich mit Hercules zu einem gemeinsamen Frühstück und anschließender Jagd bei ihrer Jagdhütte treffen wollen, finden die beiden ihren Freund tot vor – bestialisch ermordet! Gleichzeitig wird die Bevölkerung durch Überfälle auf chinesischstämmige Mitbürger und die Schließung eines Sägewerks beunruhigt – Bruno hat wieder jede Menge zu tun! Dies ist der dritte Fall für Bruno, Chef de Police. Und wieder fesselt Martin Walker seine Leser durch die gelungene Mischung aus Krimi und den Schilderungen des beschaulichen Lebens im Périgord mit seinen liebenswerten Bewohnern, dem gutem Wein und köstlichem Essen. Es wird sicher nicht mehr lange dauern, bis die ersten Bruno-Fans sich zu Reisen in diese so wunderbar beschriebene französische Landschaft aufmachen... „Schwarze Diamanten“ von Bruno Walker ist bei Diogen es erschienen und kostet 22,90 Euro.
Das Orakel von Korfu Die Hitze lastet auf Korfu, als Hauptkommissar Alexandros Kasantzakis die Ermittlungen gegen das Bordell To Spiti aufnimmt. Immer wieder kommt es dort zu Gewalt, gerade ist wieder ein minderjähriges Mädchen mit schwersten Verletzungen eingeliefert worden. Doch wie immer beharrt auch dieses Mädchen darauf, dass es die Treppe heruntergefallen ist. Dann wird ein Mann ermordet, der zur „Insel-Highsociety“ gehörte. Die Spur führt zurück in den Kosovo der neunziger Jahre...
Hass, Gewalt, Elend – unter der sonnigen Oberfläche von Korfu brodelt es gewaltig! Wer dem Kommissar und Polizeifotografin Kristina Tzavro bei ihren Ermittlungen folgt, braucht starke Nerven. Und erfährt gleich eine Menge über die typisch griechische Mentalität. „Das Orakel von Korfu“ von Ronnith Neumann ist beim HSB Verlag erschienen und kostet 8,95 Euro.
Foto 1: Oliver Haja, Pixelio
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