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Mineralwasser im Test

Mineralwasser ist in, aber nicht immer gut. Stiftung Warentest hat zehn der zurzeit so beliebten Lifestylewässer untersucht - mit erstaunlichem Ergebnis.

Mineralwasser ist angesagt. 123 Liter trinkt jeder Deutsche im Jahr. Rund 600 Marken stehen zur Wahl. Mineralwasser ist das beliebteste alkoholfreie Getränk in Deutschland. Vor allem stille Wässer sind in. Stiftung Warentest hat sich in einer Untersuchung auf die stillen Lifestylewässer konzentriert, die für Vitalität und Fitness stehen und ohne die der trendbewusste Deutsche das Haus nicht mehr verlässt. Das Ergebnis des Mineralwesser Tests: Sie sind nicht so gut wie ihr Ruf. Entweder konnte nur ein geringer Mineralstoffgehalt festgestellt werden oder die Wässer waren geschmacklich fehlerhaft.

Noch vor zehn Jahren war ein Mindestgehalt von 1000 Milligramm Mineralstoffen je Liter vorgeschrieben. Heute aber muss ein natürliches Mineralwasser keine ernährungsphysiologische Wirkung mehr nachweisen. Der Verbraucher sollte also darüber nachdenken, ob er wirklich viel Geld für ein Markenwasser ausgeben möchte, das mehr Gesundheit verspricht, als es hält, oder ob er nicht lieber auf das gute Leitungswasser zurückgreifen will.

Zehn natürliche Mineralwässer in Plastikflaschen wurden von der Stiftung Warentest auf ihren Mineralstoffgehalt und Geschmack hin überprüft. Das Ergebnis des Mineralwasser Testberichts:

Gerolsteiner Naturell
Charakter: Kalziumreich - ideal für Diäten, denn das Schlankheitsmineral aktiviert Verdauungsenzyme und steuert die Fettschmelze. Fazit: Mit 874 mg/l dritthöchster Mineralstoffgehalt, besonders hydrogenkarbonathaltig (blutdrucksenkend), nahezu ohne Geschmacksfehler. Urteil: gut (2,0)

San Benedetto Naturelle
Charakter: Hoher Nitratwert - kein Kinderwasser, denn gerade bei Säuglingen bis zum sechsten Monat besteht die Gefahr einer akuten Vergiftung durch zu viel Nitrat. Da Säuglinge noch sehr wenig Magensäure besitzen, kann sich im Magen des Säuglings Nitrat in das giftige Nitrit umwandeln. Nitrit verhindert den Sauerstofftransport im Blut. Fazit: Natriumarm, geringer Mineralstoffgehalt (393 mg/l), nahezu ohne geschmackliche Fehler. Für Säuglinge nur eingeschränkt geeignet. Urteil: gut (2,0)

Volvic Naturelle
Charakter: Kaum Mineralstoffe - Winterwasser, denn bei schweißtreibender Schwerstarbeit im Garten oder mehr als zwei Stunden Sport am Tag unter starker Hitze sollte man sicher gehen, dass dem Körper außer Flüssigkeit auch wieder Natrium, Kalium, Magnesium und Kalzium zugeführt werden. Fazit: Mit 138 mg/l in diesem Vergleich der geringste Mineralstoffgehalt, für Sportler deshalb ungeeignet, sehr leichter Kunststoffgeschmack. Urteil: gut (2,5)

Adelholzener Naturell
Charakter: Schadstoffarm - ideal für Kinder, d.h. der Nitratwert ist sehr gering. Fazit: Natriumarm, geringer Mineralstoffgehalt - mit insgesamt 467 mg/l im Vergleich auf Platz vier, im Geschmack ist eine Kunststoffnote leicht erkennbar. Urteil: gut (2,5)

Christinen Carat
Charakter: Natriumarm - für Sportler ungeeignet, denn der Körper verliert beim Sport Flüssigkeit. Natrium macht Wasser für den Körper schneller verfügbar, regelt die Muskelfunktion. Fazit: Sehr geringer Mineralstoffgehalt (264 mg/l), besonders natriumarm. Der deklarierte Chloridgehalt weicht vom tatsächlichen ab. Kunststoffnote im Geschmack. Urteil: befriedigend (3,0)

Vittel
Charakter: Hydrogenkarbonat - blutdrucksenkend, denn es verfügt über die wundervolle Eigenschaft, auf nahezu alle Stoffwechselvorgänge, auch auf den Blutdruck, puffernd zu wirken und in Richtung der Normalwerte zu steuern. Fazit: Natriumarm, mittlerer Mineralstoffgehalt (mit 501 mg/l auf Platz drei), leichter Kunststoffgeschmack, etwas süßlich. Urteil: befriedigend (3,0)

Contrex
Charakter: Mineralstoffreich - Sportlerwasser, denn Natrium regelt die Muskelfunktion, Magnesium hilft dem Körper, Adrenalin abzubauen und Kalzium ist der Motor für unseren Fettabbau. Fazit: Höchster Mineralstoffgehalt (2127 mg/l), besonders kalziumhaltig. Geschmacklicher Nachteil ist die Kunststoffnote. Der hohe Sulfatgehalt kann abführend wirken. Urteil: befriedigend (3,5)

evian
Charakter: Chemiegeschmack - nichts für Babys. Fazit: Natriumarm, geringer Mineralstoffgehalt (460 mg/l), der Kalziumgehalt ist falsch deklariert, geschmackliche Fehler durch eine Chemie- und Kunststoffnote. Urteil: befriedigend (3,5)

Rhönsprudel Naturelle
Charakter: Kaliumhaltig - ideal zum Lernen, denn Kalium im Verbund mit Eisen und Natrium regelt den Austausch von Nervenbotenstoffen und gibt dem Gehirn einen Kick, die Denkleistung wird gesteigert. Fazit: Geringer Mineralstoffgehalt (404 mg/l), dabei starke geschmackliche Fehler, deutlich nach Acetaldehyd (Kunststoffabbauprodukt) schmeckend. Urteil: mangelhaft (5,0)

Apollinaris Silence
Charakter: Magnesiumhaltig - für Stressgeplagte, denn magnesiumhaltiges Wasser senkt stressbedingte Erregbarkeit in Muskeln und Nerven. Fazit: Magnesiumhaltig, hat mit insgesamt 972 mg/l den zweithöchsten Mineralstoffgehalt, dürftiger Geschmack durch starke Kunststoff- und Kartonnote. Urteil: mangelhaft (5,0) (Mehr zum Mineralwasser Test hier: http://www.stiftung-warentest.de/)

Wo kommt natürliches Mineralwasser eigentlich her?
ImageNatürliches Mineralwasser hat einen langen Weg hinter sich, bevor es in die Flasche gelangt. Niederschlagswasser aus Regen, Schnee oder Hagel ist Mineralwasser in seiner ursprünglichsten Form. Es dringt in den Boden ein und sickert bis zu mehrere hundert Meter tief in die Erde.

Die Gesteinsschichten, die das Wasser im Laufe der Jahrhunderte durchdringt, sind verantwortlich für den Geschmack des späteren Mineralwassers. Das Wasser wird so gereinigt und nimmt wichtige Mineralstoffe wie Magnesium, Natrium oder Kalzium auf. Je nach Gesteinsart liegen die Mineralstoffe und Spurenelemente in unterschiedlicher Konzentration und Zusammensetzung vor.

Das Wasser sickert solange durch die Bodenschichten, bis es an eine undurchlässige Schicht stößt - beispielsweise auf Ton. Wenn diese Schicht nicht absolut dicht ist, gelingt es einem Teil des Wassers dennoch, weiterzusickern. Die Folge: Es entstehen mehrere Grundwasserschichten übereinander. Mineralwasser stammt meist aus tieferen Grundwasserschichten. Dort hat es sich in vielen Fällen mit Kohlensäure angereichert, die während vulkanischer Aktivität entstanden ist. Der lange Weg durch die Gesteinsschichten garantiert die besondere natürliche Reinheit des Mineralwassers(www.mineralwasser.com/).

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