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Gartentipps für August: der Ziergarten

Auch wenn es in einigen Teilen Deutschlands schwer vorstellbar ist, aber wir haben Hochsommer. Und normalerweise benötigt dann der Garten viel Wasser. Wenn also wieder Normalität in unser Wetter einkehrt und wir mit viel Sonnenschein verwöhnt werden, kommen unsere Gartentipps gerade recht…

Im Sommer konzentrieren sich die Niederschläge meist auf wenige ergiebige Wolkenbrüche, die die Wasserspeicher im Boden so weit auffüllen, dass sie dann für etwa eine Woche reichen. Doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Wenn wir eine längere Trockenphase haben, es also länger als eine Woche nicht mehr kräftig geregnet hat, muss jeder Gartenbesitzer wässern - dann aber gleich so viel, dass die Pflanzen wieder eine Woche ohne Regen auskommen. Je nach Bodenart kann es eine ganze Weile dauern, bis die durchwurzelte Zone durchfeuchtet ist. Stellen Sie den Sprenger mitten ins Beet, und lassen Sie den Wasserhahn eine halbe Stunde geöffnet. Zur Kontrolle können Sie den Boden etwas aufgraben, um zu sehen, wie tief das Wasser eingedrungen ist: Sind die obersten 15-20 cm Erde dunkel und feucht, ist es genug. Um Blattkrankheiten vorzubeugen, sollten Sie empfindliche Pflanzen statt mit einem Sprenger besser mit einer langen Gießbrause dicht über dem Boden wässern, so dass die Blätter nicht nass werden.

Hecke schneiden
Der August ist ein idealer Monat, um die Hecke ein zweites Mal zu stutzen. Die Pflanzen machen dann bis zum Ende der Gartensaison noch einen kurzen Austrieb, so dass die Schnittspuren zwar verwachsen, die grüne Wand aber immer noch exakt geformt in die Winterpause geht. Wenn Sie Ihre Hecke nur einmal im Jahr schneiden, ist Ende Februar ein guter Zeitpunkt.

Gießen
Grundsätzlich gilt: Besser selten und durchdringend wässern als häufig und oberflächlich. Dann nutzen die Wurzeln verstärkt die tieferen Erdschichten. Das gilt für Rasen und Staudenbeete ebenso wie für Bäume und Sträucher.

Mulch auffrischen
Eine Bodenabdeckung in den Beeten mit Rindenhäckseln oder Rasenschnitt hält die Erde und damit die Pflanzenwurzeln länger feucht.

Nadelgehölze (Koniferen) pflanzen
Ab Ende August kann man Nadelgehölze und immergrüne Laubgehölze pflanzen und umpflanzen. Umgepflanzt werden möglichst nur junge Nadelgehölze mit gutem Wurzelballen, die noch nicht länger als zwei bis drei Jahre an einem Platz stehen.

Abgeblühte Stauden teilen und umpflanzen
Ab Ende August kann man fast alle abgeblühten Stauden teilen und umpflanzen. So haben sie bis zum Herbst genügend Zeit zum Einwurzeln und überstehen den Winter gut.

Blumenzwiebeln und -knollen pflanzen
Schon in der zweiten Augusthälfte kann man viele Blumenzwiebeln- und -knollen pflanzen. Darunter fallen Blaustern, Blumen-Lauch, Krokus, Märzenbecher, Puschkinie, Schneeglanz, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthe, Zwiebeliris u.a.

Buchtipp: "Mein Blumengarten… wie er mir gefällt"
Ob Sie ein ganzes Jahr lang buddeln, gießen, schneiden und sich viel bewegen wollen oder nur wenig Platz für die große Blütenpracht haben. Ob Sie mit Ihren Kindern ein kleines Blumenparadies zaubern oder selbst zum Blumen-Spezialisten werden wollen: Machen Sie, was Ihnen gefällt! Sie haben die Begeisterung, ganz entspannt etwas Tolles anzufangen, der Ratgeber bietet die Inspiration und das Profi-Wissen und ist dabei die ganze Zeit an Ihrer Seite, ohne Ihnen etwas vorzuschreiben. Fazit: Nichts muss, alles kann – ein toller Ratgeber von Mascha Schacht, der fundiertes Wissen zur Verfügung stellt und dabei noch inspirierende und kreative Ideen anbietet. Wer nicht weiß, was er möchte, findet hier bestimmt mehr als nur eine Idee für seinen Garten. Und der, der weiß, was er möchte, findet bei seiner Umsetzung prima Hilfestellung. Wunderbar! Erschienen im Verlag Eugen Ulmer zum Preis von 24,90 Euro (160 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8001-0928-9).

Herbstzeitlose pflanzen
Werden die Zwiebeln der Herbstzeitlosen im August gepflanzt, blühen sie schon Ende September bzw. Anfang Oktober. Sie wachsen am besten in etwas lehmigen, schweren Böden, auch ohne viel Humusanteil.

Auch die Zweijährigen pflanzen
Damit Goldlack, Fingerhut, Malve bzw. Stockrose, Garten-Nelke, Bart-Nelke und z.B. Marien-Glockenblume im kommenden Jahr reich blühen, müssen sie Anfang August gepflanzt werden.

Düngen
Ab August gilt ein Düngestopp, damit die Pflanzen vorhandene Zweige kräftigen, statt neue zu bilden. Ausnahmen sind Pflanzen, die unter starkem Nährstoffmangel leiden und fahlgrüne, gelbliche Blätter haben. Ihnen hilft man noch einmal mit einer Gabe von sofort wirksamem Mineraldünger.

Pfingstrosen teilen
Aus eins mach zwei: Holen Sie Ihre Pflingstrose mit einer Grabegabel aus dem Boden und teilen Sie sie mit einem scharfen Spaten. Setzen Sie die Pflanzen anschließend nur flach in die Erde.

Rasen mähen
Kürzen Sie Ihren Rasen nicht sofort auf 4-5 Zentimeter, wenn er nach dem Urlaub sehr lang geworden ist. Sonst drohen braune Stellen. Lassen Sie ihn beim ersten Mähen länger stehen, und bringen Sie ihn erst später auf die gewohnte Höhe.

Blühzeit verlängern
Entfernen Sie bei einjährigen Sommerblumen regelmäßig die verblühten Triebe, dann bilden die Pflanzen neue Knospen. Wenn Sie Samen ernten möchten, lassen Sie einzelne Blüten ausreifen.

Trockensträuße
Trocknen Sie schöne Sommerblüher, und bewahren Sie deren Pracht für die kalte Jahreszeit. Schneiden Sie die Blumen an einem möglichst trockenen Tag, und hängen Sie sie in lockeren Büscheln mit den Blüten nach unten auf. Ideal ist ein luftiger, dunkler Raum, etwa die Garage oder der Dachboden. Leichter Luftzug verhindert, dass die Blumen schimmeln. Geeignet sind beispielsweise Frauenmantel, Kokardenblume, Lavendel, Silberdistel und Lampionblume (Physalis).

Der Nutzgarten im August

Terrasse & Balkon im August

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