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Gartentipps für den April: der Ziergarten

Was liegt nach einem hektischen Arbeitstag näher als für ein, zwei Stunden in eine völlig andere Welt abzutauchen - am besten im eigenen Garten. Doch es gibt auch viele, die ihr Gartenglück in der Stadt suchen...

Neupflanzungen
Wenn sich im vergangenen Sommer Lücken in Ihren Blumenbeeten aufgetan haben, ist jetzt die beste Gelegenheit, sie zu schließen. Langlebige Blütenstauden wachsen zügig an, wenn man sie im März und April pflanzt. Wichtig ist eine gute Bodenvorbereitung. Lücken im Beet bewachsen rasch mit Unkräutern.

Wildkräuter und -gräser sollten mitsamt ihren Wurzeln sorgfältig entfernt werden, bevor die neuen Pflanzen einziehen. Sonst breiten sich Quecke oder Giersch wieder aus. Heben Sie nach Möglichkeit nicht nur einzelne Pflanzlöcher für die Neuankömmlinge aus, sondern lockern Sie den Boden großflächig. Allerdings dürfen dabei nicht die Wurzeln benachbarter, bereits eingewachsener Stauden beschädigt werden. Gehen Sie vorsichtig vor und verwenden Sie Werkzeuge mit kleinen Arbeitsflächen wie Handschaufeln oder -krallen.

Lockern Sie die Erde im Pflanzbereich 30-40 cm tief. Oder heben Sie zumindest entsprechend großzügige Pflanzlöcher aus, die zwei- bis dreimal so groß sind wie die Töpfe, in denen Sie die Stauden gekauft haben. Ein Wasserbad erhöht die Anwachs-Chancen. Dazu die Töpfe etwa 10 Minuten in einen Eimer Wasser stellen. Danach löst man die Pflanzen vorsichtig aus den Töpfen, ohne Wurzeln abzureißen, oder schneidet die Plastiktöpfe auf. Nur bei stark verfilzten Ballen löst man die äußersten Wurzeln vorsichtig mit den Fingern. Sonst bleibt der Ballen unberührt und wird so wie er ist ins Pflanzloch gesetzt. Die Pflanztiefe ist optimal, wenn die Ballenoberfläche weder über die Beetfläche ragt noch versinkt. Bedecken Sie Blätter oder Stängel nicht mit Erde, denn das kann zu Fäulnis führen. Die Pflanzlöcher mit lockerer Garten- oder Komposterde füllen und mit den Händen andrücken. Ein Angießen ist nur bei trockenem Boden nötig.

Frisch gepflanzte immergrüne Sträucher sind in voller Sonne der Gefahr ausgesetzt, dass sie mehr Wasser verdunsten, als die gestressten und noch nicht eingewachsenen Wurzeln nachliefern können. Deshalb ist es bei empfindlichen oder besonders wertvollen Immergrünen (z. B. Rhododendron, Buchs, Koniferen) ratsam, die Zweige 2-3 Wochen mit Schattiernetzen oder Fichtenreisig abzudecken.

In Beeten, die nicht komplett bepflanzt sind, sollte man sich vorsichtig bewegen, um nichts zu zertreten. Von Vorteil ist es, wenn Sie Trittplatten in größere Beete legen, in denen man nicht jede Pflanze von den Rändern her erreichen kann. Die (Beton-)Steinplatten sind auch bei der späteren Pflege hilfreich. Braucht man sie gerade nicht, finden darauf Topfpflanzen Platz, die ihrerseits die Beete bereichern. Beim Pflanzen ist die richtige Tiefe wichtig: Die Wurzeln dürfen zum Schluss nicht frei liegen und die Blätter nicht mit Erde angeschüttet sein.

Stauden stützen
Hoch wachsende Stauden stehen sicherer, wenn sie mit Staudenstützen wachsen. Platzieren Sie Gestelle mit Ringen oder Gittern frühzeitig im Beet, dann wachsen sie gut ein und werden fast unsichtbar.

Zwiebelblumen teilen
Sobald die Blätter von Schneeglöckchen, Märzenbechern oder Blausternchen verwelkt sind, kann man die Pflanzen ausgraben, teilen und die einzelnen Zwiebeln an verschiedenen Stellen im Garten einpflanzen.

Rosen abhäufeln
Bis etwa Mitte April sollten Sie den Winterschutz von Rosen entfernen, damit sich die Knospen gut entwickeln können.

Ziergräser-Rückschnitt
Schneiden Sie die vertrockneten Halme von Gräsern etwa eine Handbreit über dem Boden ab. Die frisch austreibenden grünen Halme haben so mehr Platz.

Buchtipp: Einfach schöne Beete
Einen blühenden Garten anzulegen gehört mit zu den schönsten Projekten im Leben. Das Angebot an Pflanzen in Gärtnereien und Gartencentern ist heute größer denn je. Doch gerade diese Vielfalt an Möglichkeiten kann Einsteiger auch schnell überfordern. Und sogar fortgeschrittene Hobbygärtner haben nicht immer Erfolg, wenn sie dann daheim versuchen, ihre gekauften Pflanzenschönheiten zu einem funktionierenden Ganzen zusammenzufügen. Ganz nach dem Baukastenprinzip finden all jene, die ihren Traum vom Garten erfolgreich umsetzen wollen, mit den fertig durchgeplanten Beet-Modulen aus diesem Ratgeber von Christine Breier jetzt die perfekte Starthilfe. Malerische Gräser als willkommener Sichtschutz, Kiesbeete mit Trockenkünstlern, Gestaltungsideen für Puristen oder prächtige Präriebeete in warmen Gelb- und Orangetönen – die 17 hier vorgestellten thematisch geordneten Planungspakete folgen alle dem als „New German Style“ bekannten Bepflanzungskonzept. Denn damit ein Gartenvorhaben aufgeht, spielen nicht nur eine stimmige Farbkomposition, eine ausgefeilte Höhenstaffelung und das gekonnte Spiel mit kontrastierenden Formen eine wichtige Rolle. Die Pflanzen müssen sich auch an ihrem Standort und im Zusammenleben mit ihren Pflanzennachbarn wohlfühlen. Nur dann entwickeln sie sich zu voller Pracht und benötigen dabei auch am wenigsten Pflege. Die Module bestehen aus fertigen Pflanzplänen, den entsprechenden Pflanzenporträts, dem Blühkalender, vielen hilfreichen Tipps und natürlich auch Fotos. Grundlegende Infos zur Planung und Anlage von Staudenbeeten sowie zu Pflanzung und Pflege der Stauden runden den Ratgeber perfekt ab. Fazit: Äußerst praktischer Ratgeber für Garten-Einsteiger. Da steht einem blühenden Garten nichts mehr im Wege. Super! Erschienen bei Gräfe und Unzer zum Preis von 19,99 Euro (180 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-8338-5580-1).

Unkrautvernichtung
Decken Sie Flächen, die von Wurzelunkräutern wie Giersch oder Schachtelhalm heimgesucht wurden, jetzt mit lichtundurchlässiger Folie ab. Damit ersticken Sie das frische Wachstum im Keim und schwächen die Unkräuter empfindlich. Um lästige Pflanzen dauerhaft los zu werden, muss die Folie mehr als ein Jahr liegen bleiben.

Gartentipps im April: der Nutzgarten

Gartentipps im April: Balkon & Terrasse

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