Gartentipps für den Dezember: der Ziergarten

Die ruhige Zeit der Gartensaison kann man nutzen, um Ideen für das nächste Jahr zu entwickeln. Natürlich sollte man nicht vergessen, seinen Garten bzw. die Pflanzen winterfest zu machen. Haben Sie auch schon daran gedacht? Und man hat endlich Zeit, sich mit der künftigen Gestaltung seines, vielleicht sogar ersten Gartens zu beschäftigen…

Alles winterfest verpackt?
Damit Sie in der kommenden Garten-Saison keine bösen Überraschungen erleben, sollten Sie Ihre Pflanzen spätestens jetzt winterfest machen. Beetrosen sollten an der Basis rund 15-20 cm hoch mit lockerer Erde angeschüttet sein, um die Veredlungsstelle zu schützen. Hochstamm- und empfindliche Kletterrosensorten werden vor der Wintersonne und eisigen Winden mit wie Dachziegel in die Zweige eingehängtem Fichtenreisig geschützt. Wertvolle Zierbäume wie Magnolie, Fächer-Ahorn oder Blumen- Hartriegel schützt man vor Rindenrissen mit einer Schattierung der Stämme, indem man sie mit Jutestreifen umwickelt oder Holzbretter dagegen lehnt und zusammenbindet. In den Blumenbeeten dient eine 10 cm dicke Schicht aus Herbstlaub als natürliche Wärmedecke für die Wurzeln von Stauden. Auch junge oder frisch gepflanzte Bäume und Sträucher sind dankbar für eine Laubdecke über ihren Wurzeln, die den Boden feucht und den Frost fern hält. Immergrüne Stauden wie Immergrün oder Bergenie nicht mit Laub bedecken, da ihre Blätter im Winter Licht brauchen!

Splitt statt Streusalz
Verwenden Sie für private Wege möglichst kein Streusalz, sondern z.B. Splitt. Das Salz gelangt mit dem Tauwasser in die angrenzenden Beete und kann hier die Pflanzen schädigen. Sie treiben im Frühjahr später aus oder haben fahle Blätter mit braunen Rändern.

Schutz vor Streusalz
Hecken direkt an der Straße werden im Winter mit salzhaltigem Spritzwasser benetzt, das den Pflanzen schadet. Schirmen Sie Hecken zur Straße hin ab - wenn nötig mit Bambusmatten.

Zweijährige schützen
Im Sommer gesäte Zweijährige wie Stiefmütterchen oder Goldlack sind zwar winterfest, leiden aber bei Frost, wenn eine wärmende Schneedecke fehlt. Die Pflanzen daher vorsorglich mit Fichtenreisig abdecken.

Buchtipp: Jetzt bin ich Gärtner!
Wer erstmals einen Garten gestalten möchte, betritt Neuland. Der Wunsch nach einem Paradies aus Blumen, Obst und Gemüse ist groß, aber der Weg dahin erscheint weit. Doch keine Sorge: Mit dem richtigen Wissen und ein bisschen Gespür für Pflanzen ist das kein Problem. Dorothée Waechter gibt in ihrem Buch eine Anleitung zum Traumgarten und erklärt, wie ein persönlicher und naturnaher Garten entsteht, der viel Freude und Lust auf neue Gartenprojekte macht. Hintergrundwissen von der Wahl des richtigen Werkzeugs über die Planung bis hin zur Pflanzung und Pflege helfen dabei, den Spaß am neuen grünen Hobby zu entdecken. Fazit: Ein äußerst nützliches Handbuch mit vielen Basis-Informationen und Gut-zu-wissen-Kästchen, die noch einmal komprimierte Tipps bereithalten. Genau das Richtige für Garten-Neulinge! Erschienen im Jan Thorbecke Verlag zum Preis von 20 Euro (136 Seiten, gebunden, ISBN 978-3-7995-1145-2).

Farbschmuck
Einige Hartriegel-Arten schmücken den Garten jetzt mit leuchtend roten oder gelben Rindenfarben. Dabei zeigen die jungen Zweige die kräftigste Tönung, mehrjährige Äste werden stumpf. Beim Rückschnitt im Spätwinter die ältesten Zweige entfernen, um jungen Trieben Platz zu machen.

Kein Kompost!
Da die Blätter von Walnuss und Eichen schwer verrotten und einen hohen Gerbstoffgehalt haben, sollte man sie nicht in den Beeten verwenden oder in den Kompost geben, sondern als Laubhaufen am Gartenrand lagern.

Gebirgspflanzen
Alpenpflanzen in Steingärten sind im Winter dicke Schneedecken gewohnt. Fehlt der Schnee, schützt ein Vlies vor Frostschäden. Viele zarte Gebirgspflanzen vertragen keine Nässe im Winter. Decken Sie deshalb empfindliche Arten bis März mit Fichtenreisig ab.

Rosenäpfel entfernen
Wenn Sie eigentümliche Wucherungen an Ihren Rosenzweigen entdecken, sind dies die "Gallen" einer Wespe, in der ihre Larven leben. Man schneidet die betroffenen Zweige ab und gibt sie in den Biomüll. Pflanzenschutzmittel sind unnötig.

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Quellen und Bildrechte:

  • 1. Familien-Welt