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Die BUGA 2015 unbedingt noch besuchen…

Die Bundesgartenschau ist in diesem Jahr etwas ganz Besonderes. Erstmals überschreitet sie Bundesländer-Grenzen und präsentiert sich gleich an fünf Standorten. Bis zum 11. Oktober hat man noch Zeit, in Ruhe die BUGA zu besuchen. Wir können Ihnen verraten: Es lohnt sich allemal…

Idyllisch windet sich die Havel durch die beschaulichen Ebenen bis zur Mündung in die Elbe. Ihr blaues Band verbindet diesen einzigartigen Kultur- und Naturraum und bildet auf über 80 Kilometern die imposante Kulisse für die BUGA 2015. Die beiden Dome in Brandenburg an der Havel und in der Hansestadt Havelberg sind ihr Anfangs- und Endpunkt. Die Besucher können von Brandenburg an der Havel über Premnitz, Rathenow und Amt Rhinow/Stölln bis zur Hansestadt Havelberg reisen. Jeder Standort hat sein eigenes BUGA-Gesicht und jeder Besucher findet sein persönliches BUGA-Erlebnis. Die fünf Standorte sind ein Ganzes und die BUGA 2015 in der Havelregion ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Gemeinschaftsschau.

Das erschließt sich dem Besucher spätestens beim Besuch des BUGA-Skyliners. Der höchste mobile Aussichtsturm der Welt wird nacheinander in Brandenburg an der Havel, Rathenow und der Hansestadt Havelberg aufgestellt. In über 70 Metern Höhe hat man einen atemberaubenden 360°-Panoramablick über die wunderschöne naturnahe Havellandschaft. Der Ausblick gewährt auch neue Einsichten: An der Unteren Havel startete der NABU Deutschland das größte europäische Flussrenaturierungsprojekt – die einzigartige Havellandschaft soll erhalten, der Fluss lebendiger und noch attraktiver für den Tourismus werden. Die Vielfalt der Havelregion präsentieren zur BUGA 2015 nicht nur die fünf Standorte, sondern auch die Erlebnisräume außerhalb der Ausstellungsbereiche – wie etwa das Schloss Ribbeck mit dem durch Fontanes Gedicht zu Ruhm gelangten Birnbaum oder das Landgut A. Borsig. Egal, ob Tagesausflügler aus Berlin oder die junge Familie, die einen zweiwöchigen Kanu-Urlaub plant – die BUGA 2015 und die Havelregion zeigen sich als eine Urlaubslandschaft, in der sich jeder nach seiner Fasson wohlfühlen kann. Doch lassen Sie uns kurz auf die einzelnen Standorte eingehen…

Brandenburg an der Havel
Den südlichen Ausgangspunkt der Gesamtkulisse der Bundesgartenschau 2015 Havelregion bildet die Domstadt Brandenburg an der Havel mit ihrer über 1.000-jährigen Geschichte. Ihr hervorragend erhaltener mittelalterlicher Stadtgrundriss gliedert sich in drei Teile: Altstadt, Neustadt und Dominsel. Der Dom St. Peter und Paul auf der Havelinsel gilt als „Wiege der Mark“ und Ursprung des Landes Brandenburg. Havelarme sowie zahlreiche Inseln, Schleusen und Brücken prägen das Stadtbild – eine Stadt im Fluss. Ob Sie per Boot, Fahrrad, Auto oder Zug anreisen: Brandenburg an der Havel wird zum Ursprung Ihrer ganz persönlichen BUGA-Reise. Nutzen Sie die Möglichkeiten, in der Stadt, rund um den Dom und am Ufer der Havel nach den Wurzeln von Verantwortung, Bildung und Toleranz zu suchen. In Brandenburg an der Havel erwarten Sie drei BUGA-Erlebnisbereiche: Rosen in Hülle & Fülle, moderne & historische Staudensorten sowie den Aussichtspunkt Friedenswarte finden Sie auf dem Marienberg. In der außergewöhnlichen Atmosphäre der Kirche St. Johannis werden erstmals Blumenhallenschauen für eine BUGA in Szene gesetzt. Auf dem Packhofgelände zeigen 33 Themengärten: Die Ressourcen des Lebens wachsen im Garten – hier liegt der Ursprung.

Premnitz
Premnitz liegt in der Mitte der Gesamtkulisse der BUGA 2015 und ist Sitz des Zweckverbandes Bundesgartenschau 2015 Havelregion. Die Kommune ist ein aufstrebender Industriestandort mit langer Tradition. Im Jahr der BUGA feiert sie ihr 100-jähriges Jubiläum als Industriestandort. Energiegewinnung, zunehmend auf der Basis nachwachsender Rohstoffe, bildet einen Schwerpunkt, der folgerichtig im Stadt-Slogan „Premnitz – Stadt voller Energie“ zum Ausdruck kommt. Premnitz ist die Stadt der Energie und gibt mit der BUGA städtebaulich wichtige Impulse. Die Kommune wertet ihre Innenstadt nachhaltig auf. Tatendurstige und Denker, Hobbygärtner und Familien, Schulklassen und Natururlauber holen sich in Premnitz ihre BUGA-Impulse. Die direkt an der Havel gelegenen BUGA-Areale Uferpromenade und Grünzug sind zudem für Wassertouristen besonders attraktiv. Tagesgärten, Sonnenstauden und üppige Gräser zeigen die Energie nachwachsender Rohstoffe. Erobern Sie den idyllischen Naturerlebnispfad im Auenwald, wagen Sie einen Blick von der 10 Meter hohen Aussichtsplattform in den auf der anderen Seite der Havel liegenden Naturpark Westhavelland, besuchen Sie die BUGA-Spiellandschaften und die „Grüne Küche“.

Rathenow
Rathenow gilt seit Anfang des 19. Jahrhunderts als Wiege der Optik. Die Geschichte der Stadt ist eng verbunden mit der Person Johann Heinrich August Duncker (1767–1843). Er legte 1801 den Grundstock der deutschen optischen Industrie in Rathenow – mit der Patentierung der von ihm erfundenen Linsen-Vielschleifmaschine. Für die BUGA ist der Stadt deshalb der Begriff Weitsicht zugeordnet worden. Die schmucke Kleinstadt ist zugleich das Zentrum des Naturparks Westhavelland. Das abwechslungsreiche Stadtbild ist geprägt durch die Havel, den Stadtkanal und idyllische Altarme. Schon 2006 fand im Optikpark eine Landesgartenschau statt. Mit der BUGA weiten sich die Dimensionen – zum Optikpark gesellt sich der Weinberg als BUGA-Kulisse. Beide BUGA-Areale werden durch eine spektakuläre 348 Meter lange Fußgängerbrücke verbunden. In einem großartigen Bogen schwingt sie sich über die Havel und ermöglicht einen weiten Blick in die Havellandschaft. Vielfalt ist das Zeichen der Rathenower BUGA-Themen: Genießen Sie in Blumenpracht gewandelte Farbphänomene, die Seerosen- und Lotusausstellung im Karpfenteich, die BUGA-Spiellandschaft „Echsenland“, die Dahlien- und Rhododendrenausstellungen sowie eine Sonnenterrasse oder die Blütenkaskade. Der imposante Bismarckturm im waldähnlichen Weinberggelände wird Sie überraschen – auch hier kann Weitsicht gelebt werden.

Amt Rhinow/Stölln
Offene Landschaftszüge prägen das Ländchen Rhinow, das zwischen den Standorten Rathenow und der Hansestadt Havelberg liegt. Stölln gehört zu den Gemeinden des Ländchens Rhinow und wird 2015 bundesweite Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Mit 110 Metern ist der Gollenberg in Stölln die höchste Erhebung der Havelregion. Otto Lilienthal startete vom Gollenberg seine ersten Flugversuche – der wahrscheinlich älteste Flugplatz der Menschheitsgeschichte! Noch immer ist der Mut, den es braucht, eine Idee zu verfolgen in der lauschigen Gemeinde zu spüren. Denn viele Jahre später hatte jemand die Idee, ein riesiges Flugzeug auf der grünen Wiese landen zu lassen. Unmöglich? Nicht in Stölln! 800 Meter Wiesenpiste genügten, um 1989 eine IL 62 – ein DDR-Passagierflugzeug – landen zu lassen. Heute ist die „Flugmaschine“ Ausstellungsort und Standesamt. Die charmante Kombination aus IL 62 und offener Landschaft mit zauberhaftem Trockenrasen lässt diesen Ort zu einer der auffälligsten und interessantesten BUGA-Kulissen werden. Der BUGA-Standort für die Mutigen, die Vordenker und kleine und große Abenteurer mit Ideen! Neben üppigen Wildrosen, einem schwebenden Steppenblühpfad (Gangway) oder einer Landschaftsbühne erwartet Sie im BUGA-Standort Stölln auch eine Ausstellung zum Sternenpark Westhavelland. Zu den BUGA-Arealen in Stölln gehören der Fliegerpark mit der IL 62, der Flieger- und Landschaftspfad mit dem Bürgerpark Stölln (ehemaliger Gutspark) und das Museum Lilienthal-Centrum Stölln (LCS). Das LCS ist ein Ort der Inspiration, Information und der spielerischen Lehre zur Flugtechnik, wie Otto Lilienthal sie begründet hat: Es geht um einen positiven, spielerischen Blick auf die Welt als ein freies Betätigungsfeld, in dem man mit Energie, Intelligenz und Ausdauer seine Träume verwirklichen kann – so wie Otto Lilienthal.

Hansestadt Havelberg
Eine Hanse- und Domstadt im Grünen – das ist Havelberg! Auch diese BUGA-Stadt ist über 1.000 Jahre alt. Sie ist der nördliche Ausgangspunkt für eine Reise durch die Havelregion. Der auf einer Insel gelegene aufwendig sanierte Stadtkern kann sich sehen lassen und ist allein schon eine Reise wert. 2015 gesellen sich für die zahlreichen Besucher der Stadt die BUGA-Areale hinzu. Prächtige Hallenschauen werden in der Kirche St. Laurentius inszeniert. Die Kirche bildet damit das Pendant zur BUGA-Hallenschaukirche St. Johannis in Brandenburg an der Havel. Der auf der Anhöhe über der Stadt liegende Dombezirk ist eine der faszinierendsten BUGA-Kulissen – mit seinem Klostergarten, lieblichen Kletterrosen, Stauden und Blühbeeten entlang des Prälatenwegs, der Pfingstrosenausstellung, den Terrassengärten, der Ausstellung Grabgestaltung & Denkmal und dem Mönchgarten mit Weinverkostung gehen gärtnerische Vielfalt und historische Kulisse eine zauberhafte Melange ein. Lassen Sie Ihre Seele baumeln – vielleicht verleitet Sie dieser Ort zur weisen Erkenntnis, seelisch reicher geworden zu sein. Verpassen sollten Sie auf keinen Fall den Besuch des 2015 neu eröffneten Haus der Flüsse an der Ecke Elb-/Uferstraße in Havelberg – das Biosphärenreservat Mittelelbe stellt in einer interaktiven Ausstellung den Lebensraum der Havel dar. Die BUGA-Kulissen und das Haus der Flüsse bilden 2015 eine Einheit.

Öffnungszeiten: Noch bis zum 11. Oktober kann die BUGA täglich von 9 bis 19 Uhr besucht werden, im Oktober von 9 bis 18 Uhr
Eintrittspreise: Erwachsene zahlen 20 Euro (Dauerkarte 90 Euro), Kinder/Jugendliche 2 Euro (25 Euro), Gruppen ab 20 Personen 15 Euro, Spätbesucher ab 17 Uhr 10 Euro (45 Euro), ermäßigte Karten 18 Euro (80 Euro) für Besucher mit einem GdB von mind. 50 (gegen Vorlage des Behindertenausweises, mit einem B im Ausweis ist eine Begleitperson frei), Arbeitslose, Sozialpassinhaber, Empfänger von ALG I und II, Schüler, Azubis, Studenten (gegen Nachweis bis einschl. 25 J.)
Kosten für einen HÖHENFLUG im BUGA-Skyliner: Erwachsene 6 Euro, Kinder/Jugendliche 4 Euro, ermäßigte Karten 5 Euro (siehe Bedingungen unter Eintrittspreise)
BUGA-Infotelefon: 03381 / 797 20 15 (täglich von 9-18 Uhr), E-Mail: info@buga-2015-infotelefon.de; karten@buga-2015-havelregion.de; http://www.buga-2015-havelregion.de/

QUELLEN:

  • 1. Imker Rathenow Schauschleudern
  • 2. BUGA-Skyliner-Kuppel (© Jochen Eckelt)
  • 3. Lebenswegpflanzung im Innenhof vom Dom Havelberg
  • 4. Gartendesigner Marco Seidl am Japanischen Wasserbecken
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