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Der Wald ruft - jetzt wird gewandert!

Legen Sie doch mal einen Wandertag mit der Familie ein! Schnappen Sie sich Kinder, Karte und Rucksack und starten Sie eine spannende Tour durch den herbstlichen Wald. Dort gibt es so viel zu entdecken!

Kennen Sie das nicht auch: Manchmal möchte man einfach nur raus - raus in die Natur und rein in den Wald. Gerade im Herbst locken die Wälder mit leuchtend-bunten Blättern, klarer Luft, geheimnisvollem Nebel und angenehmen Wandertemperaturen. Aber wandern mit Kindern - geht das? Es geht, wenn man dabei einige Dinge beachtet und weder sich selbst noch die Kinder überfordert.

Gut geplant ist halb gewandert

Ein guter Wandertag fängt mit der Planung an, also etliche Tage vorher. Überlegen Sie sich vorher, wo Sie wandern wollen, wie lang die Strecke sein soll, welches Ziel Sie dabei ansteuern möchten. Besorgen Sie sich gutes Kartenmaterial. Ihre Kinder werden es Ihnen danken, denn nichts ist frustrierender, als mitten im Wald zu stehen und nicht mehr weiter zu wissen. Da geht ihre Ausflugs-Autorität schnell baden und die Kinder werden Ihnen so bald nicht wieder in den Wald folgen. Beteiligen Sie Ihre Kinder an der Planung, besprechen Sie gemeinsam den Weg, bereiten Sie die Kids (und sich selbst) auf das vor, was die Familie am Wegesrand erwartet. Das kann Spaß machen und durchaus so etwas wie Vorfreude auslösen.

Foto: Kathrin Brechbühler, PixelioHaben Sie sich für einen Wald, einen bestimmten Weg entschieden, bedenken Sie die Länge der Wanderstrecke. Kleinere Schulkinder können durchaus eine Strecke von zehn Kilometern bewältigen, bei geübteren und älteren Kindern ab zehn Jahren können Sie das Pensum auf 15 Kilometer erhöhen, je nach Beschaffenheit des Weges natürlich.

Wie viele Kilometer es auch werden sollen, denken Sie immer an Wanderpausen. Planen Sie bei der Dauer der Tour von vornherein ein, dass Kinder nicht im Eilmarsch wandern wollen (bzw. können) und zwischendurch genügend Zeit zum Ausruhen bekommen. Allerdings: Vermeiden Sie das nervige Dauer-Bummeltempo. Da haben Kinder (und nicht nur die) schnell mal das Gefühl, das Ziel nie zu erreichen. Lieber flott ausschreiten und dann eine längere Pause einlegen.

Apropos Ziel: Viele Wanderer sind ja der Meinung, der Weg sei das Ziel. Da ist etwas dran, für Kinder kann es aber gerade ein Ansporn sein, ein vorher vereinbartes Ziel, das Überraschung, Spiel und Spaß verspricht, auch tatsächlich zu erreichen: ein Abenteuerspielplatz, eine Höhle, ein Wasserfall, eine Ruine etc.

Zur Tourplanung gehört unbedingt eine gute Ausrüstung. Auf Wanderstiefel können Sie getrost verzichten, aber feste Schuhe sollten es unbedingt sein. Sorgen Sie für genügend Proviant: Getränke, Obst, Brote, Kekse, Schokolade und dergleichen. Bei der Kleidung gilt: lieber zuviel als zuwenig. Es könnte unterwegs feucht oder kühl werden und im Busch gibts keine Boutique.

Ein bisschen mentale Vorbereitung gehört ebenfalls zum Gepäck. Überlegen Sie sich am Besten schon vor dem Start einige Aktionen und Spiele, um den Nachwuchs bei Laune und in Bewegung zu halten, falls es unterwegs zum Wanderstreik kommen sollte. Sammeln Sie mit Ihren Kindern Pilze, Blätter, Kastanien, Eicheln, Moos, Äste und was der Wald sonst noch hergibt und in den Rucksack passt. Zu Hause kann man damit prima basteln oder eine Art Naturkundemsueum einrichten: die Fundstücke bestimmen, beschriften und ausstellen.

Flora, Fauna und Fantasie

Foto: Ich-und-du, PixelioVielleicht haben Sie auch das Glück, etwas von der Tierwelt mitzubekommen. Etwas größere Kinder schaffen es durchaus auch mal, ein paar Augenblicke still zu sein und den Geräuschen der Natur zu lauschen, auf Vögel, Wild und Blätterrauschen. Es knackt und knistert im Unterholz - vielleicht ein Wildschein. Es ist Brunftzeit - ein röhrender Hirsch im tiefen Forst ist ein unvergessliches Erlebnis.

Neben Fauna und Flora können sie auch Ihre Fantasie ins Spiel bringen, um die Wanderung spannend zu halten. Märchen und Sagen mitten im Wald erzählt, in einem alten Baumstumpf eine Trollwohnung sehen, ein Elfenschloss in den Felsen über Ihnen vermuten und daraus eine Geschichte spinnen - da vergisst man schnell mal, wie viele Kilometer noch vor den kleinen Füßen liegen.

Kleinen Motivationsschwächen der Kids lässt sich auch mit Spielen begegnen. Versuchen Sie mal, vorsichtig rückwärts zu gehen, mit verbundenen Augen einen Baum zu ertasten (und die Art zu erraten) oder veranstalten Sie einen Tannenzapfenweitwurf: Jeder Wanderer nimmt sich einen Zapfen, wirft ihn in Wegrichtung, läuft hinterher, sammelt seinen Zapfen wieder auf (wer hat am weitesten geworfen?) und wirft weiter. Baumstämme eignen sich zu einem Balancierwettbewerb, ein etwas langweiliger Wegabschnitt zur Schnitzeljagd: Die Familie teilt sich in zwei Gruppen, Team 1 geht vorneweg und verteilt Wegzeichen, Team 2 macht sich auf die Wegsuche. Das geht natürlich nur, wenn Sie die Orientierung behalten und sich nicht vom eigentlichen Weg abbringen lassen.

Ehe Sie sichs versehen, haben sie so das Ziel ihrer Tour erreicht. Jetzt bloß nicht gleich ins Auto oder in die Bahn steigen. So eine Wanderung muss gewürdigt und nacherlebt werden. Gut, wenn am Ziel ein Gasthof liegt. Hier hat die ganze Familie Gelegenheit sich zu stärken und das schönste Wandererlebnis zu küren - und schon die nächste Wanderung zu planen.

Alle Fotos: Pixelio

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