Gartenträume in Berlin-Brandenburg

Lieben Sie Gärten? Und haben Sie sich gar Ihre eigenen Gartenträume bereits erfüllt? Spätestens dann wissen Sie, wie viele Mühe und Arbeit dahinter steckt, um ein blühendes Paradies zu erschaffen. In Deutschland gibt es viele solcher schönen Plätze. Das nächste Bundesland unserer Gartenträume-Reihe ist Berlin-Brandenburg...

Maßgeblich beteiligt an den wunderbaren Parklandschaften in Berlin-Brandenburg war Kronprinz Friedrich Wilhelm II.. Er war derjenige, der viele Gebiete aufkaufte und sie dank professioneller Gartenarchitektur wunderschön und auch eindrucksvoll gestalten ließ. Wenn Sie noch mehr über die paradiesischen Schönheiten und grünen Perlen dieser Region erfahren wollen, dann klicken Sie doch mal rein...

ImageSchlosspark Sanssouci, Potsdam
Nur wenig ist von dem wegweisenden Garten von Sanssouci erhalten, den Friedrich Wilhelm II. errichten ließ, denn er wurde 1822 von Peter Joseph Lenné zur großartigen romantischen Landschaft umgestaltet. Die wichtigsten Elemente des Originals haben jedoch zum Glück überlebt: Sechs riesige, gewölbte Weinbergterrassen fingen die Sonne ein. An den Mauern aus hitzespeicherndem Backstein rankten die Weinreben entlang, und in 168 Mauernischen wuchsen Feigenbäume, die mittels verglaster Schutzwände vor schlechtem Wetter geschützt wurden. Ein großer zentraler Treppenaufgang, der die Terrassen in zwei Hälften teilte; mit einem monumentalen Brunnen am Fuße der Treppe. Von der oberen Terrasse aus führten auf beiden Seiten Lindenalleen zu phantasievoll mit Spalieren und goldenen Sternen verzierten Pavillons. All das ist heute noch zu sehen, ebenso Friedrichs andere Kostbarkeit, das Chinesische Haus. Der Park ist das ganze Jahr von 6 Uhr morgens bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet. Freiwilliger Parkeintritt zur Untersützung von Erhalt und Pflege der Gartenanlagen, Einzelkarte 2 Euro, Jahreskarte 12 Euro.
Infos auch bei: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Tel.: 0331/96 94 - 0 oder im Internet unter http://www.spsg.de.

ImagePfaueninsel, in der Havel, Berlin
Das paradiesische Eiland wurde 1793 von Friedrich Wilhelm II. erworben und steht mittlerweile unter Naturschutz. Der uralte Baumbestand von etwa 400 malerischen Eichen kam dank der grundlegenden Umgestaltung und Gehölzgruppierung des Gartenarchitekten Lenné wunderbar zur Geltung. Weithin sichtbar ist das 1794 erbaute weiße Schloss mit den charakteristischen Türmen und der sie verbindenden Brücke. Viele seltene Pflanzen und weitere Gebäude, wie etwa eine als neogotische Ruine gestaltete Meierei samt Kühen und Spielplätzen für die Königskinder, rundeten das Bild ab. Später kamen noch ein (1880 abgebranntes) Palmenhaus von Schinkel und Menagerien für exotische Tiere hinzu. Eine Fähre verbindet das Festland (Düppeler Forst) mit der Insel, die 1990 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt wurde. Öffnungszeiten: Nov.-Feb. 10 -16 Uhr, März-April & Sept.-Okt. 9 - 18 Uhr, Mai - August 8 - 21 Uhr. Eintrittspreise: Schlossbesichtigung 3 Euro, Meierei: 2 Euro, Fähre: 2 Euro. Führungen im Schloss werden angeboten. Infos auch bei: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Tel.: 0331/96 94 - 0 oder im Internet unter http://www.spsg.de.

Neuer Garten, Potsdam am Jungfernsee
Die Geschichte des 102,5 ha großen Neuen Gartens fängt mit dem Ankauf eines zentralen Grundstückes durch Friedrich Wilhelm II. im Jahre 1787 an, der seinen Namen programmatisch in der Abkehr vom alten Barockpark Sanssouci erhielt. Als Gestalter wurde der Wörlitzer Gärtner Johann August Eyserbeck verpflichtet, was die Umsetzung der an englischen Gärten orientierten Idealvorstellung Friedrich Wilhelms garantierte. Über das Wasser hinweg bestehen gestalterische Verbindungen zu den Gärten von Sacrow, Pfaueninsel, Glienicke und Babelsberg, wodurch er eine zentrale Rolle in der Gartenlandschaft erhält. Trotz Überformung durch Lenné hat er noch sentimentale Einzelpartien aus der Entstehungsphase vor 1800 bewahrt. Ungünstig für den einheitlichen Charakter des Gartens war der sich über mehrere Jahre hinziehende Grundstücksankauf. Neben einbezogenen ehemaligen Wohnhäusern entstanden zwischen 1787 und 1792 wichtige neue Bauten im Garten, von denen heute noch viele bestehen: Marmorpalais, Küche in Form einer römischen Tempelruine, Gotische Bibliothek, Schindelhaus, Orangerie, Grotte, Meierei, Pyramide (Eiskeller) und das holländische Etablissement. Vor letzterem verläuft, begleitet von Pyramidenpappeln (seit 1864 Pyramideneichen), ein Musterstück für den preußischen Chausseebau. Das Schloss Cecilienhof, 1913-1917 für den Kronprinzen erbaut, fügt sich sehr harmonisch ein. Die Tore werden abends zu folgenden Zeiten geschlossen: Jan., Nov., Dez.: 18 Uhr; Feb., Okt.: 19 Uhr; März, Sept.: 20 Uhr; April, Aug.: 21 Uhr; Mai, Juli: 22 Uhr. Für das Schloss Cecilienhof bzw. den Marmorpalais gelten spezielle Öffnungszeiten. Für den Garten werden bisher keine Eintrittspreise erhoben - freiwilliger Parkeintritt! Infos auch bei: Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, Tel.: 0331/96 94 - 0 oder im Internet unter http://www.spsg.de.

ImageBranitzer Park, südlich von Cottbus
Einer der schönsten Landschaftsgärten Deutschlands, der denkmalgeschützte Branitzer Park, wurde von Hermann Fürst von Pückler in den Jahren 1846 bis 1871 angelegt. Noch nach dem Tode Pücklers wurde die Parkanlage bis 1888 fertig gestellt. Im Park kulminierte alles, was Pückler auf seinen Reisen gesehen hatte. Der Entwurf ist ein Ausdruck seiner Lebensreise. Er verlieh der Landschaft eine neue Gestalt, baute künstliche Wasserwege, grub Seen, häufte Erde zu Hügeln auf und setzte reizvolle Akzente. Er teilte das Gebiet in verschiedene Bereiche ein, von Osten her über den Lustgarten rund ums Schloss bis zum Tumulus im Westen, der Wasserpyramide, die nun das Grab des Fürsten birgt. Nur einheimische oder eingebürgerte Bäume wurden gepflanzt und durchdacht platziert, so dass sich stets neue schöne Anblicke ergeben. Öffnungszeiten: April-Okt. (Schloss, Gutshof, Marstall) 10-18 Uhr, Nov.-März (Schloss, Gutshof) Di-So 11-17 Uhr; Sonderöffnungszeiten im Marstall. Eintrittspreise Erw.: Schloss/Gutshof 4,50 Euro, Marstall 3,50 Euro. Öffentliche Führungen "Torhaus-Führung" von Mai-Sept. jeden Sa. 14 Uhr ab Gutsökonomie; Erw. 4 Euro, ermäßigt 3 Euro. Infos auch bei: Stiftung Fürst-Pückler-Museum, Park und Schloss Branitz, Robinienweg 5, 03042 Cottbus, Tel.: 0355/75 15 - 0, E-Mail: info@pueckler-museum.de und im Internet unter http://www.pueckler-museum.de.


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Fotos: 1. SPSG / Hans Bach, 2. SPSG / Roland Handrick, 3. SPSG, 4. Photoshot

Quellen: "1001 Gärten" von Rae Spencer-Jones (Edition Olms, ISBN: 978-3-283-00544-3, 29,95 Euro) sowie die entsprechenden Websites (siehe jeweilige Texte)