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Test-Telegramm: VW Arteon: Das neue Top-Modell aus Wolfsburg

Da war Volkswagen mal richtig schnell: Vor zwei Jahren noch als Showcar auf dem Genfer Salon zu bewundern, bringen die Wolfsburger jetzt ihr neues Topmodell Arteon auf die Straße. Unser Auto-Tester Heinrich Rohne zeigte sich tief beeindruckt von der Limousine.

So sieht er aus: Der VW Arteon ist oberhalb des Passat und unter dem nur in China erhältlichen Phideon platziert und quasi der Ersatz für die aus dem Modellprogramm gestrichenen Passat CC und Phaeton. In der Tat ist der Gran Turismo ein echter Hingucker – mit seinen 4,86 Metern Länge, 1,87 Metern Breite und einer Höhe von 1,43 Metern sowie einem Radstand von 2,84 Metern. Vor allem sticht das Gesicht des Arteon mit seinem breiten bis in die Scheinwerfer hineingezogen Kühlergrill ins Auge. Die stets serienmäßigen LED-Scheinwerfer bilden dabei eine Einheit mit den Chromquerspangen des Kühlergrills. Das wird man künftig häufiger bei VW sehen. Das nächste Modell mit dieser Front wird der neue Touareg sein. Zudem bietet der noble Volkswagen ein kraftvolles Design mit muskulös gezeichneten Kotflügeln und üppigen Radläufen, die bis zu 20 Zoll große Räder aufnehmen können. Schön auch die coupeartige Dachlinie und das Heck mit der großen Klappe - alles wie aus einem Guss.

So viel Platz hat er: Dank des fünf Zentimeter längeren Radstandes gegenüber dem Passat bietet der VW Arteon natürlich auch reichlich Platz. Vor allem im Fond können sich die Passagiere auf den bequemen Sitzen geradezu hinlümmeln. Auch der Kofferraum mit Platz für mindestens 563 und maximal 1.557 Litern wird beim Beladen für eine Urlaubsreise richtig Freude machen.

So fährt er sich: Bei den Motoren hat der Kunde beim VW Arteon die Wahl zwischen drei Benzinern und drei Dieselaggregaten. Basismotor ist der 1.5 TSI mit 150 PS, den 2.0 TSI gibt es wahlweise mit 190 PS oder 280 PS. Als Diesel steht ein 2.0 TDI in den drei Leistungsstufen 150 PS, 190 PS sowie 240 PS zur Wahl. Jetzt zum Start gibt es allerdings erst mal nur zwei Diesel (150 und 240 PS) sowie das Benziner-Spitzentriebwerk mit 280 PS. Der Topdiesel und die stärkeren beiden Benziner werden serienmäßig mit 7-Gang-DSG angeboten, für die schwächeren Diesel ist das Selbstschaltgetriebe optional. Allein der Basisbenziner wird in Deutschland ausschließlich mit manuellem Sechsgang-Getriebe angeboten. Zudem gibt es serienmäßig Allradantrieb für die über 200 PS starken Motoren, für den 190-PS-Diesel ist 4Motion optional.

So viel kostet er: Angeboten wird der VW Arteon in drei Ausstattungen. Neben der Grundversion stehen die Linien Elegance und R-Line zur Wahl. Die Basis verfügt über 17-Zoll-Aluräder, LED-Scheinwerfer, ein schlüsselloses Schließsystem, das Infotainmentsystem Composition Media, Klimaanlage, Lederlenkrad und elektrisch verstellbare Komfortsitze. Die Version Elegance bietet darüber hinaus LED-Rückleuchten mit Aktiv-Blinkern sowie Sitzbezüge in Alcantara/Leder und Sitzheizung vorne. Die Version R-Line wird zusätzlich mit einigen sportlichen Akzenten wie etwa verchromten Auspuffblenden oder Edelstahl-Pedalkappen innen aufgewertet. Cockpit und Bedienelemente kennt man hingegen vom aktuellen Passat, wobei der 9,2 Zoll große Multifunktionsbildschirm wie bei allen zukünftigen VW-Modellen schick hinter einer schwarzen Hochglanzscheibe verbaut ist. Weiter in Richtung autonomes Fahren geht es beim Arteon bei den Assistenzsystemen. So berücksichtigt die automatische Distanzregelung unter anderem Tempolimits, Streckendaten und passt die Geschwindigkeit variabel an. Das dynamische Kurvenlicht erkennt aufgrund der GPS- und Straßendaten des Navigationssystems, wann eine Kurve kommt und leuchtet sie bereits aus, bevor der Fahrer sie aktiv ansteuert. Sollte der Fahrer gesundheitsbedingt ausfallen, bremst der Assistent den Wagen im Rahmen der Systemgrenzen nicht nur ab, sondern lenkt ihn, sofern es der rückwärtige Verkehr zulässt, nun auch auf die ganz rechte Fahrspur.

Und was kostet dieser luxuriöse Spaß? Momentan ist der neue Arteon ab 39.675 Euro zu haben. Dann steckt der kleine Diesel mit 150 PS unter der Haube. Für den 280 PS starken Top-Benziner müssen dann aber schon mindestens 49.325 Euro bezahlt werden. Sparfüchse sollten auf den erst später verfügbaren Basis-Benziner mit 150 PS warten. Der wird dann vermutlich etwa bei 33.000 Euro liegen.

QUELLEN:

  • Fotos: VW
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