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Test-Telegramm: Mazda 6 – eine spritzige Limousine

Limousinen sind häufig langweilig. Der Mazda 6 ist da allerdings eine Ausnahme. Der Japaner kommt spritzig rüber. Davon überzeugte sich auch unser Auto-Experte Heinrich Rohne, der die Mittelklasse-Limousine auf Herz und Nieren testete.

So sieht er aus: Der Mazda 6 ist ein echter Gewinnertyp geworden. Außen vor allem äußerst rassig. Das aufpolierte Spitzenmodell macht schon optisch was her: so ist der rubinrote Metalliclack ein echter Hingucker und die 750 Euro Aufpreis definitiv wert. Das zahlen übrigens viele: Laut Hersteller trägt jeder dritte neu verkaufte Mazda ein rubinrotes Blechkleid. Das vielgelobte Kodo-Design sorgt mit seinen geschwungenen Linien für eine äußerst dynamische Außenoptik.

So viel Platz hat er: Auch innen ist der Mazda 6 aufpoliert worden. Die elektrisch verstellbaren, Ledersitze wirken edel und elegant – kosten allerdings einen Aufpreis von 2.100 Euro und sind auch nur bei der Spitzenausstattungslinie erhältlich. Doch die ist eine Überlegung wert, denn der Innenraum wirkt in der Sports-Line-Ausstattung deutlich gehobener. Und über mangelnden Platz im Innenraum können sich die Passagiere auch nicht beschweren. Selbst im Fond geht es recht gemütlich zu. Hier können die Insassen ihre Beine deutlich länger machen als in den meisten Konkurrenten in der Mittelklasse. Der Kofferraum ist mit 480 l bei der Limousine guter Klassenschnitt.

So fährt er sich: Unter der Haube des Mazda 6 kommen weiter die effizienten Skyaktiv-Diesel- und -Benzinmotoren zum Einsatz. Und bei den beiden Dieselversionen mit 150 PS und 175 PS ist auf Wunsch jetzt auch der Allradantrieb erhältlich. Richtig stark ist der 175 PS starke Diesel. In knapp acht Sekunden schafft er es von 0 auf 100 Stundenkilometer. Dabei hält sich der Verbrauch dank der Skyactiv-Technologie einigermaßen in Grenzen. So um die sechs Liter sind in der Praxis gut erreichbar. Außerdem im Angebot: Drei Benziner mit 145, 165 und 192 PS und noch ein Diesel mit 150 PS.

So viel kostet er: Die Einstiegsvariante des Mazda 6 mit einem 145-PS-Benziner gibt es ab 25.290 Euro. Serienmäßig sind nun ein höhenverstellbarer Beifahrersitz sowie eine elektronische Parkbremse an Bord. Je nach Ausstattung verfügt der Mazda6 zudem über ein neues Infotainmentsystem mit 7 Zoll Farb-Touchdisplay, das zusätzlich zur Navigation den Zugriff auf zahlreiche Internet- und Social-Media-Funktionen ermöglicht. Fahrrelevante Daten können nun auch optional über ein Head-up-Display direkt ins Blickfeld des Fahrers projiziert werden. Mitfahrer auf der Rückbank können sich über eine optionale Sitzheizung freuen. Und unter dem Stichwort i-ACTIVESNESE hat Mazda den 6er mächtig mit Assistenzsystemen aufgerüstet. Neben einem Radar-gestützten adaptiven Tempomat, der automatisch die Geschwindigkeit an den Vordermann anpasst, hält der Mazda6 nun auch aktiv die Spur. Zum einen wird der Fahrer optisch und akustisch gewarnt, zudem hilft der Mazda dem Fahrer durch einen leichten Lenkimpuls zurück in die Spur. Neu ist auch eine Müdigkeitserkennung, die das Fahrverhalten des Steuermanns erlernt und bei Abweichungen vom Normalprofil oder generell nach zwei Stunden Fahrt zur Pause rät. Auffahrunfälle soll die City-Notbremsfunktion verhindern, die beim neuen Mazda 6 auch im Rückwärtsgang funktioniert und das Anecken beim Rangieren verhindern soll. Und beim Ausparken warnt ein Assistent vorm Querverkehr.

Fazit: Der Mazda 6 ist die Überraschung in der Businessclass. Mit einer Mischung aus emotionalem Design, sportlichen, aber vergleichsweise sparsamen Motoren, hat dieser Japaner das Zeug zum Erfolg in der mittleren Oberklasse.

QUELLEN:

  • Fotos: Mazda
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