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Porsche Panamera: Der Sportwagen unter den Luxuslimousinen

Porsche hat die zweite Generation seiner Luxuslimousine Panamera das erste Mal der Weltöffentlichkeit präsentiert. Und unser Auto-Experte Heinrich Rohne durfte dabei sein. Er wollte nach der ersten Sitzprobe gar nicht mehr aussteigen...

Ein Auto, das in der Liga der Luxuslimousinen mit Superlativen aufwartet: Der neue Porsche Panamera wird der schnellste unter den Edel- Karossen sein, hat auf Wunsch einen Dieselmotor mit dem höchsten Drehmoment und bietet den größten Laderaum. Als Einziger kombiniert er zudem Allradantrieb mit Hinterachslenkung sowie Luftfederung. Der Sportwagen unter den Luxuslimousinen wurde jetzt in Berlin der Weltöffentlichkeit erstmals gezeigt.

Aber beginnen wir von vorn: Auf den ersten Blick ist der neue Porsche Panamera sofort als solcher zu erkennen. Trotzdem hat sich am Neuen praktisch alles geändert – vor allem aber das Design. Die zweite Generation hat mächtig abgenommen und wirkt jetzt viel dynamischer, so wie man es von einem echten Porsche ja auch erwartet. Das klobige Heck des Vorgängers ist passe, stattdessen geht die elegant abfallende Dachpartie in ein komplett neu gestaltetes Heck über, das sich stark am aktuellen Porsche 911 orientiert. Die Frontpartie hat sich ebenfalls dem neuen Standard angepasst: LED-Scheinwerfer und LED-Vierpunkt-Tagfahrlicht sorgen für einen modernen Gesichtsausdruck beim Panamera II. Porsches edle Sport-Limousine zeigt sich jetzt einfach deutlich harmonischer als der Vorgänger, hat sich tatsächlich stark an der Studie „Sport Turismo“ vom Pariser Salon 2012 orientiert.

Obwohl die zweite Generation deutlich athletischer wirkt, als die alte, ist das Luxusschiff in alle Himmelsrichtungen gewachsen. In der Länge kommt die Sport-Limousine künftig auf das Gardemaß von 5,05 Metern (+ 34 mm), in der Breite auf knapp 1,94 Meter (+ 6 mm) und in der Höhe auf 1,42 Meter (+ 5 mm) – trotzdem wirkt die Silhouette viel flacher als zuvor. Erstaunlich: Die flotte Linie kostet keinen Platz, ganz im Gegenteil. Die neuen Sportsitze vorn ermöglichen eine Sitzposition wie im Elfer – nur eben eine halbe Etage höher. Überm Scheitel bleibt auf allen vier Plätzen mehr Platz als in jedem anderen Konkurrenten, versprechen sie bei Porsche. Könnte stimmen, wie eine erste Sitzprobe zeigt. Sogar der Gepäckraum ist gewachsen, schluckt nun einen kleinen Koffer mehr (495 Liter bis maximal 1.304 Liter). Und weil sich die Rücksitzlehnen im Verhältnis 40:20:40 umklappen lassen, jubelt Porsche zu recht über das „variabelste und alltagstauglichste Modell der Luxusklasse“.

Aber nicht nur rein äußerlich hat der Panamera gewonnen. Auch im Innenraum haben die Zuffenhausener ganze Arbeit geleistet: Die alten Bedienelemente wurden nahezu komplett durch ein neues, digitales Cockpit ersetzt. Einzig der klassisch, mittig platzierte Drehzahlmesser darf noch analog aufdrehen. Die größte Revolution aber wartet auf dem Mitteltunnel. Berührungsempfindliche Panels ersetzen Schalter und Tasten. Der große 12,3-Zoll-Touchscreen auf der Mittelkonsole ergänzt die Anzeigen, gefällt mit seiner perfekten Positionierung. Alles wirkt edel und aufgeräumt. Und lässt sich prima und intuitiv bedienen.

In Sachen Konnektivität und Infotainment ist der Panamera auch auf dem neuesten Stand und es gibt neue Assistenzsysteme, wie zum Beispiel einen Nachtsichtassistenten. Und der Stauassistent fährt den Panamera bis 60 km/h komplett selbstständig.

In puncto Antrieb legt Porsche die Messlatte ebenfalls eine ganze Stufe höher. Sämtliche Aggregate wurden verbessert und bieten künftig mehr Leistung bei weniger Verbrauch. Zum Marktstart offeriert Porsche den Panamera mit drei verschiedenen Triebwerken, als Turbo, 4S und 4S Diesel. Alle drei haben Allradantrieb und ein neues Achtgang-Getriebe. Alle Motoren sind Biturbo-Direkteinspritzer. Im Topmodell arbeitet ein V8-Benziner mit 4,0 Liter Hubraum und 550 PS. Dieser katapultiert die Sport-Limousine in nur 3,8 Sekunden auf Tempo 100 und erst bei 306 km/h ist das Ende der Fahnenstange erreicht. Das maximale Drehmoment beläuft sich auf 770 Newtonmeter. Noch mehr Bums hat der V8-Diesel. Er bietet gar 850 Nm und 422 PS. 100 Sachen werden nach 4,5 Sekunden erreicht, die Spitze liegt bei 285 km/h – kein Diesel-Serienfahrtzeug auf der Welt ist schneller. Der 2,9-Liter große V6-Benziner, das Einstiegsmodell also, kommt auf immerhin 440 PS und 550 Nm, die Höchstgeschwindigkeit beträgt 289 km/h. Wer nach dem Verbrauch fragt: der V6 ist mit 8,2 Liter angegeben, der V8 mit 9,4. Der Diesel ist mit 6,8 Liter auf dem Papier (und gewiss auch im Alltag) der sparsamste.

Das Motoren-Trio wird aber noch Verstärkung bekommen, unter anderem von zwei Plug-in-Hybrid-Panamera. Sprich, eine Elektromaschine und ein Verbrennungsmotor arbeiten im Team, es kann rein elektrisch gefahren und die Batterie an der Steckdose aufgeladen werden.

Ab sofort kann der neue Panamera bestellt werden, die offizielle Markteinführung ist für den 5. November vorgesehen. Die Einstiegsvariante 4S startet bei einem Preis von 113.027 Euro. Für den Panamera 4S Diesel werden mindestens 116.954 Euro fällig, das Topmodell Panamera Turbo geht bei 153.011 Euro los.
Fazit nach dem ersten Eindruck: Porsche ist es beim Panamera II in der Tat gelungen, die Stärken zu bewahren und die Schwächen auszumerzen. Mehr 911 war noch nie in der Luxusklasse.

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