Opel Zafira: Die Lounge auf Rädern

Opels Zafira ist sehr beliebt bei den Deutschen. Vor allem Familien schätzen das Raumwunder. Unser Auto-Tester Heinrich Rohne konnte sich davon auch überzeugen, denn der Zafira hat nach einem Facelift noch einmal zugelegt.

2,7 Millionen Vans seit 1999: Der Zafira ist eine Erfolgsgeschichte für Opel. Die Kunden wissen den geräumigen Rüsselsheimer eben zu schätzen. In Deutschland gehört der Familien-Van seit Jahren zu den festen Größen in der Modellpalette und in der Garage Tausender Familien, die vor allem den Komfort und das Platzangebot des Siebensitzers lieben. Jetzt hat Opel seinem Liebling noch mal ein umfangreiches Facelift spendiert, bevor dann 2018 der komplett neue Zafira D kommt.

Wenn der Zafira im September in die zweite Halbzeit startet, erkennt man ihn vor allem an der frisch geschminkten Frontpartie mit neuen Leuchten und einem prägnanten Grill. Denn der Bumerang-Look ist Geschichte. Der Zafira trägt jetzt ein Gesicht im Stil des neue Astra, allerdings mit nur einer Chromquerlamelle. Flankierend kommen neue Scheinwerfer mit Doppelschwingen-LED-Tagfahrlichtern zum Einsatz. Diese treten optional als adaptiver AFL-LED-Scheinwerfer an. Das System passt den Lichtstrahl des Voll-LED-Scheinwerfers an die Fahrsituation an und bietet dynamisches Kurvenlicht, einen Fernlichtassistent und automatische Leuchtweitenregulierung. Angepasst wurden auch die Frontschürze sowie die Motorhaube, die nun mehr Kontur zeigt. Im neuen Look präsentieren sich auch die nun etwas weiter ausgestellten Schwellerverkleidungen. Am Heck sind neu gestaltete Leuchten zu sehen und auch hier haben die Rüsselsheimer den Stoßfänger überarbeitet.

Auch bei den inneren Werten hat Opel nachjustiert. So erhielt der Opel Zafira eine komplett neue Armaturentafel mit einem 7-Zoll-Touchscreen. Dieser große Monitor des neuen Multimediasystems ist allerdings nicht mehr unter einer Hutze eingebaut, er thront künftig in der Mitte des Armaturenbretts. Die Zahl der Knöpfe und Tasten wurde reduziert. Vom IntelliLink-Infotainment-System, das sich per Apple CarPlay und mit Android Auto mit dem Smartphone vernetzt, stehen zwei Versionen zur Wahl. Wird zudem OnStar gebucht, kommen Online- und Service-Assistenten sowie ein WLAN-Hotspot hinzu.
Die Armada an Sicherheitssystemen umfasst im neuen Opel Zafira mit der jüngsten Generation der Frontkamera unter anderem Spur-Assistent, Verkehrsschild-Assistent, Frontkollisionswarner, Fernlichtassistent, Abstandswarner, einen radarbasierten Geschwindigkeitsregler, Tot-Winkel-Warner und Rückfahrkamera.

Übernommen wurden im Zafira das flexible Sitzsystem mit dem versenkbaren Gestühl, der integrierte Heckfahrradträger sowie die Mittelkonsole mit den flexiblen Staumodulen. Und Platz gibt es nach wie vor reichlich. So liegt das maximale Ladevolumen des Siebensitzers bei 1.860 Litern, mindestens drin sind 710 Liter.

Unter der Haube steht wie bisher auch schon eine große Bandbreite an Motoren zur Verfügung. Das Leistungsspektrum der angebotenen sieben Motoren liegt zwischen 120 und 200 PS. Und es ist alles dabei: Diesel, Turbobenziner, Erdgas und Autogas.

Auch der Preis für den Opel Zafira ist nahezu unverändert geblieben. Bereits ab 21.990 Euro (schlappe 40 Euro mehr als der Vorgänger) ist die Lounge auf Rädern zu haben. Dafür gibt es den 1,4-l-Turbobenziner.

Quellen und Bildrechte:

  • Fotos: Opel