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Neuvorstellung: Mercedes E-Klasse - Ganz nah am autonomen Fahren

Der Klassiker unter den Limousinen, die Mercedes E-Klasse, fährt jetzt schon in die zehnte Generation. Unser Auto-Tester Heinrich Rohne hat das schwäbische Vorzeigemodell jetzt Probe gefahren und war begeistert, denn es geht vieles wie von Geisterhand.

Mercedes geht mit der zehnten Generation der E-Klasse einen Riesenschritt in Richtung Zukunft. Schon optisch schleicht sich die Business-Limousine immer näher an die S-Klasse heran. Beim ersten Anblick der neu aufgelegten Vorzeige-Limousine fällt auf: Die E-Klasse ist mal wieder gewachsen (um rund vier Zentimeter auf 4,92 Meter), sieht elegant und edel aus. Die S-Klasse, das Luxus-Flaggschiff von Mercedes, lässt grüßen.

Richtig interessant wird es allerdings unter dem schicken Blech der E-Klasse. Hier spielt die Musik vor allem beim neuen, innovativen Infotainment- und Bediensystem. Da brennt Mercedes ein echtes Technik-Feuerwerk ab. So lässt sich die neue Limousine jetzt auf Wunsch per Smartphone öffnen, eine neue Einpark-App (Remote-Park-Pilot) übernimmt das rangieren, beispielsweise in engen Tiefgaragen, ohne, dass der Fahrer selbst am Steuer sitzen muss.

Serienmäßig mit klassischen Rundinstrumenten ausgestattet, wird der Innenraum optional durch zwei neue 12,3 Zoll große Touch-Displays aufgewertet, die optisch zu einem Ganzen verschmelzen. Die Bedienung des Widescreen-Cockpits läuft per Wischbewegung, Controller in der Mittelkonsole oder über die Sprachsteuerung Linguatronic ab.

Dass die neue E-Klasse zur Lichtgestalt werden soll, unterstreicht auch die neue innovative Rückleuchtentechnik, die Mercedes „Stardust-Effekt“ nennt und die durch ihr rotes Glimmen an das Leuchten der Milchstraße oder ein Jet-Triebwerk erinnern soll. Neu sind außerdem die hochauflösenden Multibeam-LED-Scheinwerfer, die auf eine optimierte Lichtverteilung ausgelegt sind.

Unter der Haube bietet die neue E-Klasse zunächst vier Varianten an. Den Einstieg markiert der E 200 (184 PS), dazu gesellen sich die Diesel-Modelle E 220 d (194 PS) und E 350 d (258 PS) sowie die Hybrid-Limousine E 350 e (279 PS). Später sollen noch ein Vierzylinder-Diesel mit 150 PS sowie weitere Vierzylinder-Benziner (183 bis 245 PS) und ein Sechszylinder-Benziner mit 333 PS folgen. Serienmäßig sind alle Modelle mit einer neuen Neungang-Automatik ausgestattet.

Einen ganz starken Eindruck hinterließ bei ersten Testfahrten der neue Vierzylinder-Selbstzünder E 220 d. Das Vollaluminium-Triebwerk tritt mit 194 PS und 400 Nm maximalem Drehmoment an. Den Spurt von 0 auf Tempo 100 schafft das Business Modell in 7,3 Sekunden und die Höchstgeschwindigkeit liegt bei stattlichen 240 km/h. Die Kombination mit der nun neunstufigen Getriebeautomatik ist vorzüglich und sparsamer denn je. So soll der Normverbrauch trotz der 1,7 Tonnen Leergewicht bei knapp unter vier Litern Diesel liegen.

Mit der optionalen Luftfederung ausgestattet mutiert der E 220d zur wahrhaften Sänfte, die nicht ganz, aber nah dran an der aktuellen S-Klasse rangiert. Dabei täte man dem Schwaben Unrecht, ihn allein zum Langstreckenkönig zu machen. Wer es darauf anlegt, kann in den Fahrprogrammen Sport und Sport Plus auch härtere oder gar harte Töne anstimmen und mit schnelleren Tempi über kurvenreiche Pisten fegen.

Seine wahre Stärke zeigt er jedoch in den Modi Komfort oder Eco, wenn die E-Klasse zum Straßenflüsterer und Pilotenversteher wird. Mitfahrer genießen derweil klimatisierte Sitze, beheizte Armlehnen und zahllose Massageprogramme während sie die 64 Farben der Ambientebeleuchtung durchprobieren oder die beiden optionalen Großdisplays des schicken Cockpits bestaunen.

Kommen wir jetzt zu den Fahrerassistenzsystemen. Denn hier definiert die E-Klasse das Autofahren neu. Denn kein Serienfahrzeug weltweit lässt die Leine des teilautonomen Fahrens derart locker wie die neue E-Klasse. Dank Doppelkamera, Radar und zahlloser Sensoren chauffiert sich der Schwabe mit dem Drive Pilot so sicher selbstständig durch den Verkehr, dass es einem wie ein Abstecher in die automobile Zukunft erscheint. Auf der Autobahn kann der Fahrer bis 210 km/h das Lenken ebenso einstellen, wie die Betätigung von Gaspedal und Bremse. Damit die Aufmerksamkeit nicht völlig bei Emails, Schreibkram und Telefonieren verschwindet, muss der Fahrer in bestimmten Abständen mit dem Finger über eine der beiden Sensortasten am Lenkrad streichen. Dann fährt der Mercedes wie von Geisterhand gesteuert auf der Fahrbahn, während er auf Verkehrszeichen und andere Verkehrsteilnehmer achtet. Wird der Blinker betätigt, kann er sogar teilautonom die Fahrspur wechseln und überholen. Zudem bietet die Mercedes E-Klasse Assistenten für Kreuzungen, Notbremsungen, Parken (auch per Fernbedienung) und kann sogar bei Gefahr die Lenkarbeit des Piloten verstärken, um auszuweichen. So fährt sich die Zukunft.

Der Einstiegspreis für die Basisversion E 200 mit 184 PS liegt bei 45.303 Euro. Der E 220 d ist dann ab 47.124 Euro zu haben.

QUELLEN:

  • Fotos: Mercedes
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