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Kia Picanto: Jetzt sportlicher und dynamischer

Klein, sportlich und deutlich dynamischer – so ist der neue Kia Picanto geworden. Davon hat sich auch unser Autoexperte Heinrich Rohne bei einer ersten Sitzprobe überzeugt.

Kia ist weiter auf der Überholspur. Wurde gerade erst der Rio ins Rennen geschickt, steht schon der nächste in den Startlöchern. Der Picanto, der Kleinste im Portfolio der Koreaner, ist jetzt an der Reihe und will in seiner Neuauflage ein ganz Großer sein - auch wenn er nicht lang ist, sondern kurz bleibt.

Aber was bei der Enthüllung des Winzlings in der Kia-Europazentrale in Frankfurt sofort auffiel: der Picanto erscheint deutlicher sportlicher. Kein Wunder, denn Kia fuhr natürlich die am besten ausgestattete Variante namens „GT-Line“ vor. Eine GT-Line gab es bei der Vorgängergeneration noch nicht. Und diese höchste Ausstattungslinie bringt mit 16-Zoll-Rädern (die Einstiegsvariante trägt 14-Zöller) auch die größten Picanto-Räder mit, die es bisher gab.

GT-Linie bedeutet bei der jetzt dritten Generation des Picanto auch ein eigenständiger Wabenoptik-Frontgrill mit roten Farbakzenten in den Waben, eigenständige Nebellichter mit einem Reflektor in Sonnenstrahlen-Optik, eine sich über den kompletten Seitenschweller entlangziehende Farbapplikation und ein flottes rechts aus dem großen Heckdiffusor schauendes Doppelendrohr. An der Front fällt noch eine flache schwarze Fläche auf: Dahinter sitzt das Radar für das jetzt erstmalig beim Picanto verfügbare autonome Notbremssystem. Ansonsten präsentiert sich der Picanto mit dem aktuellen „Tigernasen-Grill“ und großem Schlund in der Frontschürze.

Kia hat seinem 3,60 Meter kurzen Picanto also ein selbstbewussteres Äußeres mit breiteren Linien verpasst. Dazu soll auch ein 2,5 Zentimeter kürzerer Überhang an der Front beitragen, hinten wächst der Picanto um einen Zentimeter. Obwohl sich an den Abmessungen also fast nichts ändert, wächst der Radstand leicht auf 2,4 Meter. Das soll für mehr Raum im Auto sorgen.

Eine erste Sitzprobe bestätigt dies. Durchschnittlich große Menschen kommen in dem Kleinwagen sowohl vorn als auch hinten gut klar. Die zweite Reihe kann jetzt von drei Personen besetzt werden, wobei der optionale Mittelsitz wohl eher eine Notlösung für spontane Fahrten sein wird. Die Rundumsicht geht nach vorne und zu den Seiten in Ordnung, nach hinten ist sie wegen der breiten C-Säulen und des kleinen Heckfensters ein wenig eingeschnürt. Stolz ist Kia auf den deutlich vergrößerten Kofferraum des Picanto – zu Recht: Das Heckabteil wuchs von 200 auf jetzt 255 Liter und damit zum größten Kofferraum in der Klasse der Kleinwagen. Der Trick: Jetzt gibt es einen doppelten Kofferraumboden. Und bei umgelegter Rücklehne kann der Picanto gar bis zu 1.010 Liter Gepäck schlucken. Wer den gesamten Platz nutzen will, der wird sich allerdings über die hohe Ladekante ärgern.

Auffällig zudem im Innenraum: Der 7-Zoll- Navi-Bildschirm, der über das Armaturenbrett hinausragt. Ergonomisch ist dies perfekt und dank seiner schnittig eckigen Form und der Klavierlack-Applikationen sieht der Bildschirm gar nicht mal schlecht aus. Neben Klavierlack müssen sich die Insassen allerdings auch mit Hartplastik abfinden, aber eine clevere Maserung lässt dieses optisch eher ungeliebte Material einigermaßen erträglich aussehen.

Bei den Motoren setzt Kia vor allem auf alte Bekannte: Der Einliter-Dreizylinder mit 67 PS und der 1,25-Liter-Vierzylinder mit 84 PS haben sich schon im Vorgänger bewährt. Ende des Jahres komplettiert das stärkste Aggregat die Motorenpalette, der turbogeladene Einliter-Dreizylinder mit 100 PS macht den Picanto so stark wie noch nie.

Und was wird der Kleine kosten? Der nur noch als Fünftürer erhältliche Picanto dürfte in Kombination mit dem 67 PS starken Dreizylinder bei knapp unter 10.000 Euro starten. Die Schwelle zur preislichen Fünfstelligkeit wird jedoch schnell überschritten werden. Schließlich haben sich die Kleinstwagen vom Image der mobilen Verzichtserklärung längst gelöst und bieten ihren Kunden jenseits des jeweiligen Basismodells reichlich Gelegenheit, Komfort zu genießen. So stehen auch im neuen Picanto je nach Ausstattung zahlreiche Individualisierungsoptionen zur Wahl. Dazu zählen LED-Tagfahrlicht, das Navigationssystem, die Anbindung an Android Auto und Apple CarPlay, Rückfahrkamera oder eine induktive Ladestation für Smartphones. Ein Notbremsassistent sowie ein Airbag für das Fahrerknie sind ebenfalls optional verfügbar. Ganz schön viel Luxus für so einen Kleinwagen.

QUELLEN:

  • Fotos: Kia
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