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Ford Ka+: Groß und erwachsen

Ford hat seinem Kleinwagen Ka nicht nur ein Plus auf dem Namensschild drangehängt, die neue Generation ist in der Tat auch kräftig gewachsen. Davon hat sich auch unser Auto-Experte Heinrich Rohne überzeugt und konnte sich richtig lang machen.

Kleiner ist schöner ist besser. So warb Ford bei der Einführung des ersten Ka 1996. Jetzt, 20 Jahre später, garniert Ford die neue Generation mit einem Plus-Zeichen und er rollt als Fünftürer heran, gut ein halbes Jahr nachdem die Produktion des Dreitürers ausgelaufen ist. Und der neue Ka wird ein echtes Weltauto: Gebaut wird er in Indien, in Brasilien wird er bereits verkauft. Am Ende soll er auf der ganzen Welt erhältlich sein.

Vor allem aber: nix mehr mit klein - bei den Kunden soll der neue Ka jetzt durch ein vergrößertes Platzangebot punkten. Denn der Neuling basiert auf der so genannten B-Plattform. Sie kommt weltweit zum Einsatz und bildet die technische Basis für Modelle wie Fiesta oder EcoSport. Im Fall des Ka+ kommt am Ende eine 3,93 Meter lange Schrägheck-Limousine heraus, die satte 31 Zentimeter länger als sein Vorgänger, vier Zentimeter kürzer als ein Fiesta, aber fast drei Zentimeter höher als der Markenbruder ist. Das spürt man sofort im Innenraum: Denn alle fünf Passagiere können bei 2,49 Metern Radstand ordentlich sitzen. Sowohl Kopf- als auch Kniefreiheit sind für diese Klasse üppig bemessen, und zwar vorn wie hinten. Der Kofferraum des Ford Ka+ bietet zudem hinter der großen Klappe immerhin 270 Liter Gepäckvolumen. Dazu gibt es bis zu 21 Ablagen, von denen vor allem zwei ins Auge stechen: Da ist zum einen das Handyfach rechts oberhalb des Ka-Lenkrads, das nicht nur eine USB-Buchse zum Laden, sondern auch einen speziellen Deckel hat, mit dem sich das Smartphone festklemmen lässt.

So ist es im direkten Blickfeld des Fahrers und kann mit den inzwischen auf fast allen Mobiltelefonen vorhandenen Navigations-Apps wie ein fest installiertes System genutzt werden. Ford bietet nämlich ganz bewusst kein eigenes Navi-System als Option an. Zum anderen gibt es im Ka+ ein Geheimfach links vom Lenkrad, das nur bei geöffneter Fahrertür erreicht werden kann. Wertsachen sind dort vor neugierigen Blicken und allzu schnellem Zugriff entsprechend gut geschützt. Und: Ka-Fahrer sind offenbar sehr durstig – in der Mittelkonsole sind vier Getränkehalter untergebracht, in den Türverkleidungen vorn jeweils zwei weitere. Macht insgesamt acht. Klasse.

Optisch hat sich auch eine Menge getan. Weg ist der Schmollmund, verschwunden sind die Glupschaugen und der Hängehintern – der Ka+ hat sich mächtig herausgemacht. Er wirkt deutlich dynamischer als sein Vorgänger. Im Gesicht trägt der Ka+ künftig den zweigeteilten, trapezfömigen Markengrill, die Scheinwerfer sind schmaler geschnitten. Eine Charakterlinie zieht sich vom Kotflügel bis zum Heck mit seinen weiterhin groß dimensionierten, jedoch deutlich zackigere Leuchten. Ähnlichkeiten mit dem etwas größeren Fiesta kann der Stadtflitzer nicht verleugnen. Auch das Cockpit erinnert an den größeren Bruder.
Die Verwandtschaft des Ford Ka+ zum Fiesta kommt auch unter der Haube durch. Denn der 1,2 Liter große Vierzylinder des Ka+ ist ein Ableger des Basis-Motors aus dem großen Bruder. In neuen Modell wird er wahlweise mit 70 oder 85 PS angeboten, braucht angesichts des mageren Grundgewichts von ziemlich genau einer Tonne im besten Fall fünf Liter und schafft in der stärkeren Variante immerhin 169 km/h. Zwar stand die Freude am Fahren nicht gerade an erster Position, doch ist der Ka+ in dieser Disziplin auch keine Spaßbremse. Vor allem das Fahrverhalten kann sich sehen lassen. Denn der Ka+ liegt satt und sicher auf der Straße, filtert mit seinem langen Radstand zudem sehr manierlich grobe Stöße aus der Fahrbahn. Da hat er gegenüber seinem Vorgänger mächtig zugelegt. Was zudem gefällt ist der leise Lauf, vor allem in der 85-PS-Variante.

Ab Werk bringt jeder Ka+ elektrische Fensterheber vorn, elektrisch verstellbare Seitenspiegel, sechs Airbags, Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Ford Easy Fuel Komfort-Tankverschluss mit Fehlbetankungsschutz, das elektronische Sicherheits- und Stabilitätsprogramm mit Berganfahr-Assistent sowie das „Intelligent Protection System“ mit. Und das alles ist mit dem 70 PS Motor ab 9.990 Euro zu haben. Die Ausstattungslinie „KA+Cool & Sound“ - also mit Klimaanlage und Musikanlage - hat den 85 PS-Motor und kostet ab 11.400 Euro.

QUELLEN:

  • Fotos: Ford
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