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BMW M2 Coupe und X4 M40i: Fahrspaß ohne Ende

Ein echter Leckerbissen für Sportwagen-Liebhaberfans – das sind das BMW M2 Coupe und der X4 M40i. Auch unser Auto-Tester Heinrich Rohne hatte seinen Spaß und wollte aus den beiden sportlichen Fahrzeugen gar nicht mehr aussteigen.

Die Sportfans von BMW müssen sich auf eine neue Buchstaben-Zahlen-Kombination einstellen. Denn den M2 gab es bisher noch nie. Das Power-Auto aus der BMW-Sportwagenschmiede symbolisiert das fahrdynamisch obere Ende der 2er-Baureihe.

Schon optisch knallt das Coupe ins Auge – mit seinen großen Front-Luftöffnungen und den dicken Heckkotflügel-Backen. Aus dem Heck schauen die beiden M-typischen Doppelendrohre. Deren kraftvoll rotziger Sound beeindruckt schon beim Anlassen des M2. Eine dezente Fehlzündungs-Simulation beim Herunterschalten sorgt für zusätzlichen Spaß.

Das Herzstück des M2 Coupes ist der 3,0-Liter-Sechszylinder-Reihenmotor. Dieser leistet 370 PS bei 6.500/min., das Drehmoment von 465 Newtonmetern steht zwischen 1.400 und 5.560/min. zur Verfügung. Per Boost sind 500 Newtonmeter drin - und dieser Boost hält zwar nur zirka fünf Sekunden an, aber dann hat der Fahrer längst hochgeschaltet und wird mit einem weiteren Boost belohnt. Kein Wunder, steht doch beim M2 die Rennstreckentauglichkeit im Vordergrund.

Um aber etliche Nordschleifen-Runden klaglos durchzustehen, mussten die Ingenieure Bauteile aus hochwertigen Materialien verwenden. So kommen die Kolben und Lagerschalen aus dem M3. Um auch bei hohen Querbeschleunigungen eine ausreichende Ölversorgung zu garantieren, wandern zudem die Ölwanne und die Ölpumpe aus dem M3 in den M2.

Serienmäßig sind maximal 250 km/h drin, per optionalem M Drivers Package geht es hoch bis auf 270 km/h. Und der neue BMW-Sportler „hungert“ sich zu den 270 km/h nicht hin, der Fahrer spürt die Abregelung geradezu. Wahnsinn ist auch der Antritt: In nur 4,3 Sekunden schnellt der neue M2 von null auf 100 km/h. Dabei helfen auch die Launch Control und das ebenfalls aus dem M3 stammende aktive Hinterachs-Sperrdifferenzial. Als Verbrauch gibt BMW für den Handschalter 8,5 Liter pro 100 Kilometer an. Doch das wird in der Praxis bei entsprechender Fahrweise nicht reichen. Bei ersten Testfahrten zeigte der Bordcomputer 9,5 l/100 km an.

Für hohe Agilität, eine verbesserte Spurstabilität beim Bremsen und bei Lastwechseln sowie eine Untersteuer-Verhinderung am Kurveneingang sorgt das aktive Differenzial des M2, das mit einer elektronisch geregelten Lamellensperre arbeitet. Wer driften möchte, kann dieses trotzdem machen: Der sogenannte M Dynamic Mode, eine Unterfunktion des bei BMW DSC genannten ESP, erlaubt im Sport-plus-Modus mehr Radschlupf. Die Fahrsicherheits-Hilfen des ESP greifen zwar später, aber immer noch zuverlässig ein.

Damit Fahrer und Beifahrer bei rasanten Kurvenfahrten in Position bleiben, ist der M2 mit ledernen Sportsitzen ausgestattet. Der Seitenhalt für den Rücken lässt sich komfortablerweise verstellen. Applikationen aus Alcantara und unlackiertem Karbon und die immer blauen Kontrastnähte der Sitze machen den Innenraum zudem jugendlich frisch.

Fakt ist jedenfalls, dass das neuen BMW M2 Coupe richtig Spaß macht. Schnell baut der Fahrer Vertrauen zu diesem Fahrzeug auf, denn er lässt sich nicht nur leicht fahren, sondern es kann auf einer Rennstrecke, wenn sie zur Verfügung steht, das volle Potenzial des Supersportlers ausgeschöpft werden.Und die Kundschaft scheint nach leistungsstarken 2ern zu dürsten: Im vergangenen Jahr machte der 326 PS starke M235i ein Drittel des Absatzes der 2er-Reihe aus. Die Preise für den gut ausgestatteten M2 beginnen bei 56.700 Euro. Für ein M235i Coupe ruft BMW 44.900 Euro auf, ein M4 Coupe berechnen die Bayern mit 72.500 Euro.

Auch die X4-Baureihe wird von BMW mit einem neuen Top-Modell gekrönt. Zwar ist es kein waschechter M, doch mit seinen 360 PS sorgt der 3,0 Liter Sechszylinder-Benziner in dem M40i für sportliche Höchstleistungen. So stürmt das SUV-Coupe, das seine unbändige Kraft an alle vier Räder verteilt, in nur 4,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, bei 250 km/h wird der Vorwärtsdrang elektronisch abgeregelt.

Den Normverbrauch gibt der Hersteller mit 8,6 Litern an. Auch hier ist es in der Praxis ein guter Liter mehr. Basis des Triebwerks im neuen Top-Modell des SUV-Coupe ist der Dreiliter-Reihen-Sechszylinder-Motor des X4 xDrive35i. Die Entwicklungsingenieure haben das Aggregat unter anderem mit Bauteilen aus dem Hochleistungsmotor des M3/M4 optimiert.

Für die Kraftübertragung ist serienmäßig eine Achtgang-Sportautomatik zuständig, wobei die Schaltprogramme an die sportliche Motorcharakteristik angepasst sind. Die Automatik verfügt über Launch Control und ist via Schaltwippen am Lenkrad steuerbar. Der Allradantrieb im X4 M40i ist hinterradbetont ausgelegt. Entsprechend dem Leistungspotenzial des neuen BMW X4 M40i wurde auch die Bremsanlage überarbeitet.

Optisch hebt sich der M40i unter anderem mit neuer Schürze an Front und Heck sowie 19-Zoll-Felgen von den Standardmodellen ab. Gleichzeitig muss sich der stärkste X4 aber mit zwei Endrohren begnügen – die „richtigen“ M-Modelle der Marke haben in der Regel vier. Bislang verzichtet BMW in der X3/X4-Familie jedoch auf ein knallhart auf Sportlichkeit ausgelegtes M-Modell. Der unter dem Label M Performance verkaufte M40i soll eher das besonders dynamische Alltagsmodell geben.

Allerdings müssen Sie beim M40i tief in die Tasche greifen, denn mindestens 65.000 Euro sind für das sportliche SUV-Coupe fällig.

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