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Die drei Cabrios zum Abschluss der Saison – der VW Eos, das BMW 3er Cabrio und die offene Mercedes E-Klasse - haben eines gemeinsam. Alle drei sind für alle vier Jahreszeiten tauglich. Warum? Das hat unser Auto-Experte Heinrich Rohne bei ausgiebigen Testfahrten herausgefunden.
So sehen sie aus: Der VW Eos hat neues Gesicht bekommen. Markantestes optisches Markenzeichen sind die drei chromveredelten Streben im Kühlergrill zwischen den neu gestalteten Scheinwerfern. Sie sollen dem Eos die Züge der aktuellen Wolfsburger Designsprache verleihen. Das Cabrio hat so ein sehr sportliches Erscheinungsbild bekommen und scheint der Straße näher zu sein, als er es wirklich ist. Von hinten fällt er vor allem durch seine neuen, zweigeteilten Rücklichter auf. Das 3er BMW Cabrio (kleines Foto) hat nach seinem Facelift eine markantere, breitere und stärker gewölbte Niere bekommen. Sie ist dreidimensionaler. Neben dem Kühlergrill gibt es dezent veränderte Bi-Xenon-Scheinwerfer serienmäßig. Die vordere Schürze ist mit zwei silber lackierte Horizontal-Stäben geschmückt und lässt die offene Variante im Rückspiegel breiter wirken. Am Heck fallen das LED-Rücklicht und Dioden-Blinker auf. Das Mercedes E-Klassen-Cabrio lehnt sich eng an Limousine und Coupe an. Die Front ist vom Stoßfänger über die Kühlermaske bis in die Motorhaube hinein stark gepfeilt. Die Scheinwerfer sind schräger geschnitten, flacher und länger als bei der Limousine. Die indirekt illuminierten LED-Heckleuchten sind geteilt und reichen vom Heckdeckel weit in die Seitenwand hinein.
So viel Platz haben sie: Innen soll es im VW Eos (Foto rechts) auch an heißen Cabrio-Tagen“cool“ zugehen: Dafür verantwortlich ist das besonders sonnenabweisende Spezialleder in „Nappa“-Optik. Fensterheber und Lichtschalter sind nun in allen Ausstattungsvarianten in Chrom gehalten. Und Platz hat das viersitzige Cabrio sowieso reichlich. Auch im Kofferraum ist ausreichend Raum vorhanden. Das CSC-Dachsystem fährt in nur 25 Sekunden per Knopfdruck in den Kofferraum und nimmt dank seines kompakten Faltmaßes nur 205 Liter Volumen im insgesamt 585 Liter großen Kofferraum ein. Im BMW 3er Cabrio ist die Verarbeitung nach wie vor top. Feinste Materialien lassen ein Wohlfühl-Ambiente aufkommen. Platz ist in diesem Viersitzer auch ausreichend vorhanden. Auch im Fond können Erwachsene durchaus Platz finden. Das Cabrio kommt mit einem elektrisch versenkbaren Hardtop daher. Das Dach wird in drei Teilen übereinanderliegend im Heck verstaut. Bei geschlossenem Verdeck fasst der Kofferraum ein Volumen von 350 Liter, im geöffneten Zustand sind es noch 210 Liter. Mit der optionalen Durchladeöffnung und umgeklappter Rücksitzlehne passen sogar zwei Golfbags in den Kofferraum. Die Tüftler aus dem Schwabenländle haben beim Cabrio der Mercedes E-Klasse zugeschlagen. Mit einem ausfahrbaren Windabweiser oben an der Windschutzscheibe, mit dem Sturmfrisuren oder Mandelentzündungen nach einer Offenfahrt der Vergangenheit angehören sollen, haben sie ihr Meisterstück abgeliefert. Wie funktioniert diese Luftmütze? Zunächst einmal verschwindet das voll automatische Stoffverdeck - bis Tempo 40 lässt es sich nun auch während der Fahrt öffnen oder schließen - binnen 20 Sekunden in den Kofferraum, der dann statt 390 nur noch 300 Liter Ladegut fasst. Per Knopfdruck fährt aus dem Rahmen der Frontscheibe bis Tempo 160 ein etwa sechs Zentimeter breites Blech aus, das ein Netz entfaltet und so den Fahrtwind über die Köpfe der Fahrgäste leitet. Am Heck gibt es dazu, unauffällig zwischen den Kopfstützen der Rückbank versteckt, ein kleines Luftgitter, das den so genannten Rückdrall verhindert. So sitzen die Insassen bei offener Fahrt in warmer Luft. Vorne fährt der Wind auch bei großen Passagieren nur noch als leichtes Säuseln durchs Haar, hinten schwächt sich der Sturm zumindest bis auf Luftzug-Niveau ab. Die Geräuschkulisse schwindet, als habe jemand am Verstärker gedreht. Das Windschott, das ohnehin nur bedingt seinen Zweck erfüllte und zudem die Plätze auf der Rückbank unbrauchbar machte, ist somit out. Beheizt wird die Luft nicht allein von der Klimaanlage, sondern aus durch den so genannten Airscarf, der im aufpreispflichtigen Aircap-Paket enthalten ist. Dieses Gebläse fächelt mit neuerdings verstellbaren Düsen Warmluft aus den vorderen Kopfstützen und legt den Passagieren in der ersten Reihe auf diese Weise einen unsichtbaren Schal um Hals und Haupt.
So fahren sie sich: Für den Vortrieb stehen für den VW Eos direkteinspritzende Vierzylinder-Turbo-Ottomotoren in drei verschiedenen Leistungsstufen von 122 bis 210 PS und ein Turbodiesel-Vierzylinder-Triebwerk mit 140 PS zur Wahl. Die Basismotorisierung, der 1,4 Liter-Benziner mit 122 PS, beschleunigt das kompakte Cabrio auf eine Höchstgeschwindigkeit von 198 km/h. Der ohnehin schon moderate Normverbrauch von 6,6 Litern Super auf 100 Kilometer kann durch das 400 Euro Aufpreis kostende Sprit-Spartechnik-Paket „Blue Motion“", das eine Start-Stopp-Automatik und Bremsenergierückgewinnung beinhaltet, um 0,4 Liter auf 6,2 Liter pro 100 Kilometer gedrosselt werden. Noch günstiger fährt man mit dem 2,0-Liter-TDI-Selbstzünder mit seinen 140 PS, der 5,2 Liter verbraucht. Beim BMW 3er Cabrio hat sich unter der Motorhaube einiges getan. Der Zwei-Liter-Diesel erhielt eine PS-Spritze von 177 auf 184, gleichzeitig verringerte sich der Verbrauch um marginale 0,1 Liter. Der Motor geht nach wie vor ungestüm vorwärts, spricht für Dieselverhältnisse sehr spontan an und ist vergleichsweise ruhig. Erneuert wurde auch der 325d, der nun 204 anstatt 197 PS leistet und 6,4 Liter benötigt. Die Leistungsspitze bei den Reihen-Sechsern markiert der 335i mit 306 PS. Der Verbrauch konnte um fast einen Liter auf nur noch 8,8 Liter gesenkt werden. Alle anderen Motoren, also der 330d (245 PS), 318i (143 PS), 320i (170 PS), 325i (218 PS) und der 330i (272 PS) sind unverändert. Serienmäßig wird der 3er mit der neuen Sechsgang-Handschaltung ausgeliefert. Optional ist eine Sechsgang-Automatik erhältlich - im 335er gehört sie zur Serienausstattung. Ebenfalls gegen Aufpreis gibt es den Allradantrieb xDrive. Bei allen Automatik-Versionen kann der Fahrer die Gänge auch per Wählhebel oder Schaltwippen am Lenkrad ansteuern. Unter der Fronthaube des Mercedes E-Klassen-Cabrios (Foto links) steht die komplette Auswahl der E-Klasse-Motoren mit vier, sechs und acht Zylindern zur Auswahl und bietet eine Leistungspalette von 204 PS im E 250 CDI/CGI bis 388 PS im E 500 Cabrio - vier Benziner und drei Diesel. Dazu gibt es noch einen 184 PS starken E 200 CGI BlueEfficiency mit Sechsgang-Schaltgetriebe und serienmäßigem Start-Stopp-System.
So viel kosten sie: Technisch bringt VW den Eos auf die Höhe der Zeit. Jetzt auch an Bord sind etwa der Fernlicht-Assistent „Light Assist“ und der schon aus dem neuen Passat bekannte Parkassistent inklusive „Park Pilot“, der beim Quer- und Längseinparken hilft. Das Cabrio-Dach verfügt jetzt auch über ein integriertes Panorama-Schiebedach. Abgerundet wird die üppige Ausstattung vom 10 Kanal Soundsystem „Dynaudio Confidence“, welches durch einen 600 Watt Verstärker und die Zehn, im Innenraum verteilten, aufeinander abgestimmten Lautsprecher besticht. Die Preise beginnen bei 28.375 Euro. Das BMW 3er Cabrio ist ab 38.800 Euro zu haben (318i). Wer einen Diesel möchte, ist mit dem neuen 320d Cabrio für 44.500 Euro bestens versorgt. Im Cabrio der Mercedes E-Klasse sorgen eine um 30 Prozent verbesserte Verwindungsteifigkeit, ein durch zwei zusätzliche Rohre in der A-Säule und gesteckte B-Säulen verbesserter Überrollschutz sowie neue Headbags, die sich in der Türverkleidung im Bereich der Bordkante verbergen, für ein hohes Sicherheitsniveau. Die Preise beginnen bei 38.975 Euro für das Basismodell .
Fazit: Für alle drei Cabrios gilt – ob mit Stahldach oder klassischem Falt-Verdeck: Das Trio ist für alle vier Jahreszeiten tauglich. Die hohe Qualität sorgt beim VW Eos, BMW 3er und Mercedes E-Klasse für ein Top-Wohlfühl-Ambiente. Fotos: BMW, VW, Mercedes
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