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| Test-Telegramm: Zwei Limousinen in Hochform - Mazda 6 und Citroen C5 |
Limousinen gelten ja häufig als etwas langweilig. Das kann allerdings vom Mazda 6 und Citroen C 5 nicht behauptet werden. Die Designer haben sich viel Mühe gegeben, diesen beiden Limousinen die Langeweile auszutreiben. Mit Erfolg, wie auch unser Auto-Tester Heinrich Rohne feststellte.
So sehen sie aus: Der Mazda 6 (großes Foto) zeigt sich in einem neuen Look. So erscheint der Kühlergrill mit einem großen Mazda-Logo samt flügelförmiger Querlamelle. Der untere Lufteinlass kommt weiter fünfeckig daher, wird aber von mächtigen Chrom-eingefassten Belüftungskanälen flankiert. In deren oberer Hälfte wurden runde Nebelscheinwerfer positioniert. In den Spoilerecken durften sich flach geduckt die Belüftungsschächte für die Bremskühlung einnisten. Abgerundet wird das Design durch neu gezeichnete Hauptscheinwerfer, die in markant ausgestellten vorderen Radläufen hausen. An den Flanken wurden die Schwellerverkleidungen retuschiert, am Heck frischen neue Rücklichter die Optik. Außergewöhnliches Design gehört bei Citroen seit jeher zum guten Ton. Es sei nur an die legendären 2CV und DS erinnert. Allerdings ließen die letzten C5-Generationen optische Extravaganzen vermissen. Der aktuelle C5 ist nun wieder ein Hingucker. Das beginnt bereits bei der kraftvollen Frontpartie mit ihren großen Scheinwerfern und dem breiten verchromten Doppelwinkel. Weiter geht es mit den weit ausgestellten Radhäusern, der coupehaften Linienführung des Daches und endet schließlich mit dem pfiffigen Heck.
Der Innenraum im Citroen C5 ist luftig geschnitten, bietet vor allem im Fond viel mehr Platz als der Vorgänger. Völlig neu ist auch das Cockpit, das dem Fahrer zugeneigt ist und ihm das Gefühl eines Piloten in der Kanzel vermitteln soll. Zwar sind die Instrumente diesmal klassisch und mit runden Skalen, doch gibt es dafür als kleines Zeichen der nicht ganz vergessenen Extravaganz die feststehende Lenkradnabe, auf der ein Dutzend Tasten und Walzen die Bedienung der wichtigsten Komfort- und Infotainment-Funktionen ermöglichen. Der Kofferraum umfasst 467 Liter. So fahren sie sich: Die Motoren-Palette beim Mazda 6 umfasst sechs Triebwerke. Dazu zählt ein neuer kraftvoller 155 PS ( + 8 PS) starker Zweiliter-Benzindirekteinspritzer, der den bisherigen 2,0-Liter-Motor bei Verbrauch und Emissionen deutlich unterbietet. Auch die 1,8- und 2,5 Liter Benziner wurden für mehr Effizienz und weniger Verbrauch überarbeitet. Die beiden Otto-Motoren leisten 120 bzw. 170 PS. Diesel-Kunden können auf den verbesserten MZR-CD mit 2,2 Litern Hubraum und wahlweise 129, 163 oder 180 PS zurückgreifen. Hier fallen vor allem die günstigen Verbrauchswerte auf. So begnügt sich der 2,2-Liter-Selbstzünder jetzt nur noch mit 5,2 Liter (vorher 5,5 l) auf 100 Kilometer. In der Praxis liegt der Wert bei gut sechs Litern – immer noch sehr sparsam. Auch an der Fahrwerksabstimmung feilten die Mazda-Ingenieure. Herausgekommen ist eine jetzt verbesserte Straßenlage. Unter der Haube hat der Kunde auch beim Citroen C5 die Qual der Wahl. Denn mit sieben verschiedenen Aggregaten, darunter vier Selbstzündern, protzt der frontgetriebene C5 mit einer breiten Motorenpalette. Für die Ottofraktion reicht die Bandbreite vom 1,8-Liter mit 125 PS bis zum drei Liter großen V6 mit 210 PS, und für die Liga der Öltanker spannen die Franzosen den Bogen vom 110 PS starken 1,6-Liter bis zu einem erstmals im C5 angebotenen V6-Diesel, der aus 2,7 Litern Hubraum 204 PS schöpft. Sparsam und trotzdem äußerst leistungsstark ist HDI 110 mit 112 PS. Im Verbrauch kommt man auch bei flotter Fahrweise mit gut sechs Litern aus. Das Fahrwerk glänzt mit vielen Alternativen. Wie bei jedem großen Citroen ist natürlich die betont komfortable hydropneumatische Federung im Angebot. Weil die Hydropneumatik allerdings nicht jedermanns Sache ist, bieten die Franzosen für den C5 jetzt auch eine konventionelle und kostengünstige Stahlfederung an. So viel kosten sie: Die Japaner bieten für den Mazda 6 neue Sicherheits-Features. So überwacht der Japaner auf Wunsch den Toten Winkel, leuchtet dank adaptiven Scheinwerfern Kurven besser aus und hält beim Anfahren am Berg den Bremsdruck aufrecht, damit der Wagen nicht rückwärts rollt. Dieses Gesamtpaket machen den Mazda 6, der ab 22.690 Euro zu haben ist, zu einem der sichersten und agilsten Fahrzeuge seiner Klasse. Der Diesel liegt übrigens bei 25.390 Euro. Der Citroen C5-Limousine startet zu Preisen ab 22.640 Euro, der Diesel ist für 27.050 Euro zu haben. Dafür hat Citroën bei der Ausstattung nicht gespart. Neben ESP sorgen mindestens sieben und auf Wunsch sogar neun Airbags für Sicherheit. Außerdem gibt es Tempomat und Tempobegrenzer sowie eine elektrische Parkbremse. Und gegen Aufpreis liefern die Franzosen auch mitlenkende Xenon-Scheinwerfer oder ein Abbiegelift für die Halogen-Strahler, den Spurverlassenswarner AFIL sowie eine Festplattennavigation mit digitaler Musicbox. Neu ist zudem die Einparkhilfe, die mit einem Parklückendetektor aufgerüstet ist, der dem Fahrer hilft, zu beurteilen, ob eine Parklücke groß genug ist. Ein umfangreiches Paket, das den C5 äußerst attraktiv erscheinen lässt. Fazit: Beide Limousinen, ob Mazda 6 oder auch der extravagante Citroen C5, präsentieren ein frisches Design. Sie wirken viel dynamischer, sind zudem sehr effizient und sparsam. Beide bringen somit frischen Wind in die Mittelklasse.
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Limousinen gelten ja häufig als etwas langweilig. Das kann allerdings vom Mazda 6 und Citroen C 5 nicht behauptet werden. Die Designer haben sich viel Mühe gegeben, diesen beiden Limousinen die Langeweile auszutreiben. Mit Erfolg, wie auch unser Auto-Tester Heinrich Rohne feststellte.
So viel Platz haben sie: Die Wertigkeit des Mazda 6 wird auch innen gesteigert. Vor allem edlere Oberflächen stechen ins Gesicht. Und was bei den Platzverhältnissen auffällt: Der Laderaum fasst 510 bis maximal 1.702 Liter – üppig für eine Mittelklasse-Limousine.