Familie » Ratgeber » So vermeiden Sie Weihnachtsstress 
Ratgeber
So vermeiden Sie Weihnachtsstress

ImageDie besinnliche Zeit kann einfach wunderschön sein, wenn man sich keinen allzu großen Weihnachtsstress macht. Mit ein bisschen Planung ist der auch oft völlig unnötig. Denn einige Dinge lassen sich rechtzeitig oder unproblematisch organisieren, so dass kein Zeitdruck entsteht...

Nur noch drei Wochen bis Heiligabend, und Sie bekommen allmählich die Flatter? Wieso? Der stets befürchtete Weihnachtsstress lässt sich oftmals ganz einfach umgehen. Wichtig ist sicherlich, dass man sich nicht alles bis auf die letzte Woche vor Weihnachten aufhebt, dann wird es nämlich wirklich eng, und die Zeit verrinnt. Wir haben ein paar Tipps für Sie, die Ihnen helfen können, den gefürchteten Stress im Vorfelde zu umgehen.

Der Weihnachtsbaum
Gehören Sie etwa zu denen, die am 24.12. noch schnell losdüsen, um einen Baum und Geschenke zu kaufen? Großer Fehler! Wer unter Zeitdruck an einem Vormittag alles auf einmal erledigen will, hat bestimmt keine Luft mehr auf besinnliche Stunden im Kreise der Familie und hat von Weihnachten bereits vorher schon die Nase voll. Gerade der Weihnachtsbaum-Kauf kann furchtbar nervig sein. Am besten Sie besorgen noch in dieser Woche Ihren Baum. Keine Angst, er wird die nächsten Wochen bis Heiligabend prima überstehen, wenn Sie ihn kühl, z.B. im Keller oder auf dem Balkon, lagern und ihn in Wasser mit ein wenig Glycerin (Apotheke) stellen. Tipp: Nehmen Sie den Tannenbaumständer mit zum Baumkauf. Die meisten Verkäufer sind so nett und helfen dabei, den gekauften Baum in den Ständer zu verankern. Noch eine Sorge weniger. Das geht natürlich nur, wenn Sie den Baum doch erst kurz vor Weihnachten kaufen, denn den Ständer sollten Sie nicht ins Wasser stellen...

ImagePlätzchen backen & Sternchen basteln
Sicher schmecken selbstgebackene Kekse viel leckerer als gekaufte, doch stellen Sie sich eine Frage: Haben Sie die Lust und die Zeit zum Plätzchenbacken? Falls ja, dann reicht ein Nachmittag und eine leckere Sorte. Falls nein, schämen Sie sich nicht, wenn Sie sich einfach köstliche Kekse kaufen. Das Gleiche gilt für das Basteln: Wer sich nicht wirklich für die Bastelstunden erwärmen kann, sollte es einfach lassen. Die Kinder basteln in der Regel im Kindergarten oder in der Schule. Übrigens findet man bei einem sonntäglichen Bummel über einen der vielen Weihnachtsmärkte ganz entspannt das eine oder andere schöne Stück Weihnachts-Deko. Außerdem verbindet man gleich Angenehmes mit Praktischem, weil ein Glühwein- und Mutzenstand nur auf genussfreudige Besucher wartet.

Geschenke auf die letzte Minute?
Wenn Sie zu denjenigen gehören, die sich immer schwer tun, das richtige Geschenk für Mutti, Omi und die Liebste zu finden, sollten Sie – gemeinsam mit der Familie – überlegen, wie man dieses „Problem“ am besten in den Griff bekommt. Entweder jeder teilt mit, was er sich wünscht, was bei Kindern ja in der Regel auch immer wunderbar funktioniert, oder sie einigen sich darauf, die Geschenke zu reduzieren. Also z.B. schenken sich die Erwachsenen nichts oder nur ein Geschenk. Oder ein Paar überlegt sich ein gemeinsames Geschenk, wie z.B. der schon lange gewünschte Kaffeevollautomat, ein Städtetrip oder ein Musicalbesuch. Kinder bilden da natürlich eine Ausnahme, für die sind Geschenke das Allergrößte, und wer sich manchmal nicht rechtzeitig um die begehrten Sachen kümmert, könnte evtl. leer ausgehen, was wiederum alles andere als entspannt am heiligen Abend ist! Tipp: Heutzutage kann man wunderbar Geschenke übers Internet bestellen! Wer z.B. bei Amazon seine Sachen kauft, kann diese z.T. auch gleich einpacken lassen. So spart man sich das Herumlaufen, das Einpacken und das Schleppen! 

Zu meinen Eltern, zu Deinen Eltern oder zuhause bleiben?
Machen wir uns nichts vor: Nichts ist schlimmer, als am Heiligabend zum Kaffeetrinken zu den Schwiegereltern zu hetzen, dort die erste Bescherung über sich ergehen zu lassen, nach drei Stunden Aufenthalt alles einzupacken, um noch rechtzeitig zum Abendbrot bei den eigenen Eltern aufzuschlagen, wo es natürlich die zweite Bescherung geben wird. Hallo? Das geht gar nicht! Auch geschiedene Paare können da ein Lied von singen. Die Lösung: Auch wenn einer zunächst nicht begeistert sein wird: Einigen Sie sich mit allen Beteiligten auf einen Standort! Also entweder haben sich alle lieb und feiern ein riesiges Weihnachtsfest, oder man besucht die eigenen Eltern am Heiligabend und die Schwiegereltern am 1. Weihnachtstag. Oder der Wechsel findet jährlich statt. Es ist unglaublich, wie viele Kilometer manche Familien in vollgepackten Autos und ggf. bei Straßenglätte an einem Tag bislang zurücklegen mussten. Tun Sie sich das nicht an!

ImageKartoffelsalat mit Würstchen, Forelle blau oder doch eine Ente?
Ein köstliches Mahl gehört zu Weihnachten natürlich dazu. Es wird geschlemmt, was das Zeug hält, sehr zum Missfallen des eigenen Magens bzw. der nicht mehr ganz so schlanken Hüfte. Ach ja, und natürlich brauchen aufwändige Speisen auch viel Zeit für die Zubereitung. Wollen Sie sich oder Ihrer betagten Mutter das antun? Entweder sucht man sich da lieber etwas aus, was nicht lange zubereitet werden muss, wie z.B. Fondue oder Raclette (Achtung: Nicht vergessen, Fleisch und Stangenbrot im Vorfelde zu bestellen!), oder man stimmt sich ab, dass jeder etwas zum Essen beiträgt, z.B. schiebt Muttchen vormittags das Geflügel in den Ofen, während Schwiegertochter den Topf Rotkohl und Sohnemann die Klöße mitbringt. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht. So kann jeder ganz nebenbei sich um eine Sache kümmern. Probieren Sie es aus. Das Gleiche kann für die Kaffeetafel gelten: Also der eine bringt Kuchen mit, der andere Kekse & Co.! Und ja: Die Oma muss den Tisch nicht decken, das machen alle zusammen...

Kraft tanken während der Ruhephasen
Lernen Sie wieder, sich zu entspannen! Genießen Sie die Abende in den eigenen vier Wänden während der Adventszeit, indem Sie sich schöne Duftkerzen anzünden, einen Naschteller auf den Tisch stellen, einen leckeren Tee kochen, die Beine hochlegen, Ihre Lieblingsmusik hören oder ein gutes Buch lesen. Atmen Sie so richtig durch und tanken Sie Kraft für die Festtage. Nehmen Sie sich nicht zuviel vor, und lassen Sie sich nicht zu irgendwelchen Sachen überreden, auf die Sie partout keine Lust haben. Lernen Sie, „Nein“ zu sagen und auch mal wieder an sich zu denken! Sie werden merken, wenn es Ihnen gut tut, geht es Ihren Mitmenschen auch gut! Denn dann haben Sie die Power, die schrecklich-schönen Weihnachtstage gutgelaunt und völlig entspannt über die Bühne zu bringen... In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!  

ImageBuchtipp: „Happy Christmas: Weihnachten so schön wie noch nie“
Weihnachten ist das Fest der Freude: Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Man sitzt im Kreis seiner Lieben vor dem knisternden Kaminfeuer (wenn man denn einen hat), draußen fällt leise der Schnee, rotwangige Kinder singen Weihnachtslieder, am Tannenbaum brennen die Kerzen, Plätzchenduft liegt in der Luft. Weihnachten ist aber auch die Zeit der Familienzwiste, der überzogenen Konten und der geschmacklosen Geschenke, der alkoholgetränkten Bürofeiern, der Kalorienexzesse und der Festtagsdepressionen. Welcher Seite man auch eher zugehört: Ein bisschen Unterstützung kann jeder von uns gebrauchen. „Happy Christmas“ von Juliana Foster bietet sie. Tausend hilfreiche Tipps und Tricks zum Thema Geschenke, Tannenbaum und Festtagsbraten sowie humorvolle Anekdoten und Geschichten rund um Weihnachten. Erschienen im Fischer Taschenbuch Verlag zum Preis von 8 Euro (160 S., Hardcover, ISBN: 978-3-596-17969-5).


Hier ein paar Geschenkideen in Buchform:


Buchgeschenke für die Kleinen


Für Kinder: Stimmungsvolles für die Adventszeit

Buchtipps für die Adventszeit für Erwachsene

DVD-Highlights für einen unterhaltsamen Advent


Fotos: 1. Fotobox, 2. Elke Salzer, 3. SarahC. - alle Pixelio