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Was kostet ein Kindergartenplatz?

Welche Kosten kommen für einen Kita-Platz auf die Eltern zu? Darauf gibt es in Deutschland keine einheitliche Antwort, denn das ist von Stadt zu Stadt verschieden. Der Verbraucher-Dienst Gutscheine.focus.de hat deshalb die monatlichen Mindest- und Höchstsätze der Elternbeiträge in den 20 größten deutschen Städten verglichen.

Kostenfreie Betreuung in Berlin, Hamburg und Düsseldorf
Seit dem 1. August dieses Jahres müssen Eltern in Berlin für die fünf Jahre vor der Einschulung keinen Elternbeitrag zahlen. Ab August nächsten Jahres ist die Kita sogar für alle kostenfrei. Auch in Hamburg ist die Grundbetreuung für alle Kinder von der Geburt bis zur Einschulung beitragsfrei. Als Grundbetreuung gilt hier eine fünfstündige Betreuung mit Mittagessen. Auch Düsseldorfer Eltern dürfen sich freuen: Dort ist die Betreuung in der Kindertageseinrichtung für Kinder im Alter von drei Jahren bis Schuleintritt in allen Einkommensstufen beitragsfrei.

Höhere Kita-Gebühren für Besserverdiener
Die Höhe der Elternbeiträge ist in 75 Prozent der betrachteten Städte abhängig vom Brutto-Einkommen der Eltern. Das bedeutet, dass besser verdienende Familien höhere Beiträge zahlen als geringer Verdienende. Liegt das Einkommen der Eltern unter einem bestimmten Betrag, müssen sie überhaupt nichts zahlen. Dieser Betrag ist jedoch weder vom Bund noch vom Land festgelegt. So müssen Eltern in Duisburg, die ein Gesamteinkommen von jährlich 12.500 Euro vorweisen, bereits Gebühren (ab 25 Euro im Monat) zahlen. In Düsseldorf müssen Eltern hingegen für Kinder unter drei Jahren erst ab einem Jahreseinkommen von über 30.000 Euro zahlen (ab 30 Euro im Monat).

Wo das Einkommen keine Rolle spielt
Bei den restlichen 25 Prozent der Städte kann die Höhe der Elternbeiträge von verschiedenen Aspekten beeinflusst werden. In Frankfurt am Main sind diese zum Beispiel vom wöchentlichen Umfang der Betreuung abhängig. Für einen Kindergartenplatz eines Kindes ab drei Jahren für viereinhalb Stunden am Tag müssen Eltern beispielsweise monatlich 104 Euro bezahlen.

In Stuttgart beträgt der Preis pro Betreuungsstunde in allen städtischen Betreuungsangeboten derzeit 0,93 Euro im Monat. Auch in Leipzig ist der Elternbeitrag abhängig von den Betreuungsstunden. Unabhängig vom Einkommen zahlen dabei Alleinerziehende weniger als Familien. Für einen Kindergartenplatz für vier Stunden täglich wären dies für Familien 57,83 Euro und für Alleinerziehende 52,05 Euro im Monat.

Geschwisterermäßigung
Erfreuliche Nachrichten für große Familien: In jeder betrachteten Stadt gibt es einen Nachlass auf die Elternbeiträge ab dem zweiten betreuten Kind. Aber auch diese unterscheiden sich in den Städten teilweise sehr stark. In Köln müssen Eltern beispielsweise nur noch einen Beitrag zahlen, und zwar den jeweils höchsten, der sich nach dem Einkommen und der Betreuungsart ergibt. Für das zweite und jedes weitere Kind fallen keine Kosten an. In Stuttgart wird eine Ermäßigung nicht nur bei einem zweiten betreuten Kind gewährt. Hier erhalten die Eltern auch eine Ermäßigung, wenn ihre Kinder nicht mehr im Kindergarten betreut werden. Das bedeutet, dass hier alle Kinder unter 18 Jahren berücksichtigt werden, die in der Familie leben.

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