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TEST-TELEGRAMM: Ford Focus CC - Offener Viersitzer mit Stahlkappe

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ImageAuch Ford ist bei den Stahl-Klappdach-Cabrios mit von der Partie. Und das beim Focus gleich als vollwertiger Viersitzer. Unser Auto-Experte Heinrich Rohne hat in dem offenen Ford einmal Platz genommen und ihn auf Herz und Nieren getestet.

So sieht er aus: Das Focus-Cabrio-Coupe wurde beim italienischen Edel-Designer Pininfarina geschneidert. Das spricht schon für sich. Das Cabrio – ob geschlossen oder offen – ist einfach eine elegante Erscheinung geworden. Dieser Ford kann sich mehr als sehen lassen. Wer offen den Sturm im Wasserglas erwartet, wird enttäuscht. Mit aufgestelltem Windschott weht den Frontpassagieren kaum ein Lüftchen um die Nase, die Frisur sitzt auch noch nach hohem Tempo perfekt. Das erlaubt offen Fahren auch bei kühleren Temperaturen, desillussioniert allerdings Roadsterfans in ihren Erwartungen.

ImageSo viel Platz hat er: Ganz vorn liegt der Focus CC beim Kofferraum. Er fasst mit 534 Litern mehr als manche Mittelklasse-Limousine, auch die verbleibenden 248 Liter Volumen bei voll versenktem Dach stellen einen Klassenbestwert dar. Bei einer Außenlänge von 4,51 Meter bietet das Fahrzeug auch für vier Erwachsene ausreichend Platz, auch wenn es im Fond schon etwas enger wird. Vorn sitzt man bequem in guten Sitzen, alles befindet sich dort, wo es erwartet wird. Wer den Focus kennt, findet sich auch in der offenen Version gut zurecht. Der Armaturenträger wurde übernommen und durch einige Zierelemente aufgewertet. Durch die aufwändigen Versteifungen der Karosserie gehört Klappern nicht zum Handwerk des Ganzjahres-Cabriolet – im Focus CC rappelt es nirgendwo.

So fährt er sich:   Zwei Benziner und ein Diesel stehen beim Focus CC zur Wahl. Wir haben uns für den 2,0-Liter-Selbstzünder mit 136 PS und 6-Gang-Getriebe sowie serienmäßigem Dieselpartikelfilter entschieden. Dieser Diesel ist was für sportlich ambitionierte Fahrer. Mit sattem Drehmoment eignet er sich sowohl zum schnellen Gleiten als auch zur Kurvenhatz. Das Fahrwerk wurde an das höhere Gewicht angepasst. Das ist durchaus gelungen, der offene Focus ist agil und komfortabel zugleich. Er erreicht jedoch nicht ganz das sportliche Niveau der Limousine. Einige Teile wie Federn und Dämpfer teilt sich das Cabriolet nach neuer Feinabstimmung mit dem Sportler ST - und das ist gut. In der Liga der CC-Mobile ist der Ford der Sportlichste – und das als Diesel noch mit einem attraktiven Verbrauch von um die sieben Liter.
 
Fazit: Der Focus CC bietet nicht nur den Vorteil des Ganz-Jahres-Cabrios, sondern überrascht auch durch eine üppige Ausstattung. Im Innenraum sind Klimaanlage, Bordcomputer, beheizbare Vordersitze, elektrische Fensterheber mit Quickdown-Funktion vorn sowie eine Mittelkonsole mit zusätzlichen Staufächern zu finden. Neben den Front- und Seitenairbags auf Fahrer- und Beifahrerseite sorgt das aktive Überrollschutzsystem "RPD" (Rollover Protection Device) für Sicherheit. Sobald die zentrale Steuerelektronik das unmittelbare Bevorstehen eines Überschlages ermittelt, erfolgt der sofortige "Feuerbefehl" an die Zündeinheiten und schon sind die Überrollbügel in eine Höhe von etwa 20 Zentimeter fixiert. Und das ganze ist bereits ab 24.650 Euro (der Diesel beginnt bei 28.650 Euro) zu haben.