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Citroen DS3 - Kampf um den Lifestyle-Thron

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ImageDer Citroën DS3 soll den Mini vom Lifestyle-Thron stoßen - mit weniger Retro, aber mehr Alltagsnutzen.Citroën fährt beim neuen Zweitürer DS3 das volle Kontrastprogramm zum Retrokult. Unser Auto-Tester Heinrich Rohne hat sich diese neue Linie der Franzosen einmal genauer angeschaut.

Abgesehen vom Namen erinnert denn auch nichts an die DS, aber viel an den Mini: Unter der Haube arbeiten zum Teil die gleichen Motoren, modebewusste junge Menschen sind die Zielgruppe und von der Zweifarblackierung bis zur Zebrahaut auf dem Dach gibt es zahlreiche Möglichkeiten zur Individualisierung. Technisch gesehen ist der DS3 eine Edelversion des C3, beide Autos teilen sich mit einigen Änderungen Plattform, Fahrwerk und Motoren. Aus dieser Idee wird Citroën eine ganze Serie machen. Im Frühjahr 2011 erscheint der DS4 auf C4-Basis, im Herbst darauf der DS5.

ImageAuch wenn sich der DS3 seine Plattform mit dem C3 teilt, ist er mehr als die bloße Zweitürerversion des Wagens. Die Karosserie ist deutlich mutiger gestylt, die LED-Tagfahrleuchten stehen dem Franzosen ausgezeichnet. Die breiten B-Säulen sehen zwar so aus, als würden sie die Sicht nach hinten behindern – sie tun es aber nicht. Durch die großen Scheiben und das kurze Heck lässt sich der DS3 sogar sehr leicht einparken.

Der Clou des Wagens ist natürlich das Individualisierungsprogramm. Zur Auswahl stehen elf Lackierungen und fünf Dachfarben. Für 300 Euro Aufpreis kann man sich an einer zweifarbigen Karosserie erfreuen. Beim Dach stehen für 400 Euro Aufkleber in vier Dekors zur Verfügung: „Urban Tribe“ (ein Tattoo-Muster), „Onde“ (eine Art Holzmaserung), „Perle“ (ein Punktemuster) und „Zebra“ (Daktari lässt grüßen). Im Interieur sorgen diverse Dekors für frische Farben auf dem Armaturenbrett.

Der DS3 ist spürbar straffer abgestimmt als der viertürige C3. Dafür sorgen härtere Federn und Dämpfer sowie verstärkte Querstabilisatoren. Mit speziellen Lagerbuchsen an der Hinterachse wird aber selbst die Fahrt über Kopfsteinpflaster nicht zur Rütteltortur, sondern zu einer höchst angenehmen Reise.
 
ImageBemerkenswert ist beim DS3 neben dem hohen Federungskomfort die ausgezeichnete Geräuschdämmung. Kaum ein anderes Auto in dieser Fahrzeugklasse hält die hektische Welt draußen so gekonnt von den Passagieren fern. Selbst im Stadtverkehr fühlt man sich fast wie in Watte gepackt. Erreicht haben das die Ingenieure mit etwas dickeren Scheiben, mehr Dämmmaterial im Motorraum und einem Schall absorbierenden Dachhimmel.

Als Antriebsquelle hat der DS3 Benzinmotoren von 95 bis 156 PS in petto. Bei den Dieseln hat man die Auswahl zwischen 92 und 112 PS. Der sparsamste DS3 ist die verbrauchsoptimierte 99g-Version mit 92 PS, einem Durchschnittsverbrauch von 3,8 Litern pro 100 Kilometer und einem CO2-Ausstoß von 99 g/km.

Der 156-PS-Turbomotor  macht den straff abgestimmten Citroën fast zu einer kleinen Rennsemmel. Das 1,6-Liter-Aggregat mit Turboaufladung, dessen Basis der Peugeot/Citroën-Konzern zusammen mit BMW entwickelt hat, arbeitet mit 175 PS auch im Mini. Das muntere Maschinchen hängt ausgezeichnet am Gas, ist laufruhig und beschleunigt den 1,2 Tonnen schweren DS3 in 8,1 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Man sollte allerdings einen sensiblen Gasfuß haben, denn schon bei leichter Nässe hat der starke Fronttriebler manchmal Mühe, seine Kraft auf die Straße zu bringen. Den Durchschnittsverbrauch gibt Citroën mit 6,7 Litern pro 100 Kilometer an. Für die meisten Bedürfnisse dürften die Versionen mit 95 oder 120 PS völlig ausreichen. Letztere hat bereits im C3 bewiesen, dass sie reichlich Reserven bereitstellt – und gibt sich beim DS3 im Schnitt mit 5,9 Litern pro 100 Kilometer zufrieden. Die Gänge wechselt man im Citroën mit einer Fünfgang-Handschaltung, sechs Gänge gibt es nur beim 156 PS-Turbomotor und beim stärksten Diesel.

Die drei Ausstattungsversionen des DS3 heißen Chic, SoChic und SportChic. Schon im Basismodell sind ESP, Tempomat mit Tempobegrenzer, Nebelscheinwerfer, CD-Radio, elektrische Außenspiegel und Fensterheber, Lederlenkrad, sechs Airbags und Bordcomputer enthalten. Das kann sich sehen lassen. Die Preise beginnen bei 15.200 Euro und gehen hoch bis 20.700 Euro. Auch das kann sich sehen lassen.