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Gesunde Verdauung mit richtiger Ernährung & Co.

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ImageWem eine gesunde bzw. geregelte Verdauung wichtig ist, sollte auf einige Punkte achten. Dazu gehört u.a. die richtige Ernährung, lieber zuviel als zuwenig Bewegung und auch einige Regeln, die man beachten sollte, um dem Darm bei seiner Arbeit zu helfen.

Bereits in 2008 zeichnete sich nach Schätzungen des deutschen Bundesverbandes der Innungskrankenkassen ein alarmierender Trend ab: Mindestens ein Drittel aller Erwachsenen in Deutschland waren mehr oder weniger verdauungskrank und litten unter Sodbrennen, Blähungen, Magendrücken, Darmkrämpfen, Durchfällen oder Verstopfungen. Mittlerweile dürfte diese Zahl noch gestiegen sein. Denn viele Menschen, die unter diesen Störungen leiden, wenden sich selten an den Arzt, sondern versuchen, mit Abführmitteln, Säureblockern und anderen gängigen Präparaten wieder Herr der Lage zu werden. Diese Maßnahmen sind selten auf Dauer hilfreich, und man tut sich damit unter Umständen keinen Gefallen. Denn diese Medikamente haben oft erhebliche Nebenwirkungen und können die Beschwerden auf längere Sicht sogar noch verstärken. Zum Beispiel können abführende Mittel irgendwann die Darmmuskulatur schwächen und auch die Schleimhäute angreifen.

Natürlich ist es da am besten, wenn man seinen Darm von vorneherein pfleglich behandelt, denn der ist die Wiege unseres Wohlbefindens. Gesundheit, Schönheit und Vitalität hängen ganz eng mit der Verdauung zusammen. Der Körper holt seine Kraft für Leben, Wachstum und Bewegung aus dem Darm. Dieser versorgt uns mit lebenswichtigen Nährstoffen und leitet schädliche Schlacke aus dem Körper aus. Ist der Darm gesund, so erfreuen wir uns an schöner Haut, einer guten Figur und einem positiven Lebensgefühl. Selbstverständlich müssen wir dann auch nicht unter den bereits erwähnten Störungen leiden. Was viele nicht wissen: Ist der Darm in seiner Funktion geschwächt, kann es auch zu chronischen Beschwerden und Erkrankungen kommen, die zunächst nicht mit dem Verdauungsapparat in Verbindung gebracht werden. Dazu gehören z.B. Kopfschmerzen, Migräne, Hautprobleme, Stoffwechselstörungen, Gelenkserkrankungen und rheumatische Beschwerden.

Wer sich also den ganzen Tag über fit fühlen und eine glatte Haut haben will und seine häufigen Erkältungen loswerden möchte, sollte sich unbedingt mal mit seinem Darm befassen und ihn bei seiner schweren Tätigkeit bestmöglich unterstützen. Hier ein paar Tipps, wie das am besten gelingen kann:

ImageDu bist, was du isst
Das ist kein blöder Spruch, sondern trifft den Kern! Das A und O einer gesunden Ernährung ist das Trinken! Ideal sind 2 bis 3 Liter Mineralwasser, Früchte- oder Kräutertees. Gerade wenn man sich ballaststoffreich ernährt – und das ist schon der nächste Punkt – benötigt der Darm viel Flüssigkeit, um das Gegessene gut aufzuquellen und transportieren zu können. Die Ballaststoffe, die u.a. in Getreide, Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten und in geringen Mengen in Milch vorkommen, regen wunderbar die Verdauung an. Raus mit allen Vollkornprodukten! Sicher schmecken helle, warme Brötchen wunderbar, dummerweise sieht das unser Darm ganz anders. Fortan sollten Vollkornprodukte, also dunkle Mehlsorten, auf dem Speiseplan stehen. Verdauungsfördernde Produkte, wie z.B. Leinsamen, Trockenpflaumen, Sauerkrautsaft oder Milchzucker, können regelmäßig der weiteren Sanierung bzw. Pflege dienen. Es werden bereits viele Produkte, z.B. köstliches 3-Saat-Knäckebrot, mit Leinsamen angeboten, auch im Müsli verschwindet schnell mal ein Teelöffel, ohne dass der gute Geschmack leiden muss. Der Darm freut sich übrigens ebenso über geregelte Essenszeiten wie auch über viel Zeit beim Essen. Essen sollte für jeden ein Genuss sein, man sollte sich generell Zeit nehmen, die Nahrung gut zerteilen und wirklich lange kauen. Dank der vermehrten Speichelzufuhr werden erste Verdauungsenzyme bereits mobilisiert. Und auch der Magen wird nicht so stark belastet.

Und Action!
Bewegung ist bzw. tut immer gut! Das ist jedem klar, und wir brauchen die ganzen Vorzüge hier jetzt nicht einzeln aufzählen. Doch leider können sich dennoch nicht alle aufraffen und ihren Körper in Schwung bringen. Dabei fördert Bewegung allgemein auch die Darmbewegung. Egal was man sich aussucht, ob Radfahren, Walken, Schwimmen oder einfach nur ein täglicher (eine Stunde!) Spaziergang, jeder Sport, jede kleinste Bewegung regt die Verdauung an und hilft dem Darm.

Der Gang aufs Klo
Tja, auch das gehört dazu! Viele Menschen haben mittlerweile geschafft, ihre Verdauung zu stören, indem sie die einfachsten Verdauungsregeln missachtet haben. Selbstverständlich sollte man niemals den Stuhlgang unterdrücken. Sobald sich das Geschäft ankündigt, sollte man auch möglichst bald die Toilette aufsuchen und sich bzw. dem Darm Erleichterung verschaffen. Den natürlichen Prozess zu unterbinden, weil es einem gerade nicht gut passt (Das Filmende will ich nicht verpassen. Auf Toilette gehe ich nur in meinen eigenen vier Wänden! usw.), ist ein Riesenfehler! Wenn man eine geregelte Verdauung hat, wird man feststellen, dass oftmals die Toilettengänge zu den gleichen Zeiten stattfinden. Letzter Tipp: Und lassen Sie sich bzw. Ihrem Darm um Gottes Willen Zeit!   

ImageEntschlacken tut nicht nur dem Darm gut
Hoch motiviert haben Sie nun von heute auf morgen Ihre Ernährung umgestellt und sich statt ballaststoffarm ballaststoffreich ernährt. Sehr gut, aber alles in allem zu rasant! Ihr Darm wird dieses Tempo nicht verstehen und ggf. mit unangenehmen Blähungen reagieren. Eine Störung, die Sie ja nun eigentlich mit der gesunden Ernährung aus den Weg räumen wollten. Keine Angst, diese werden bald verschwinden. Einfacher ist es jedoch, die Ernährung langsam umzustellen. Ein neuer Start kann übrigens auch eine Fastenkur sein. Welche Möglichkeiten sich da bieten, erfahren Sie hier. Dort finden Sie auch einige Buchtipps, die sich allesamt mit dem Thema Verdauung, Entschlacken, Entgiften usw. befassen. Sie trauen sich eine Woche Fasten nicht zu? Dann interessieren Sie sich vielleicht für einzelne Entlastungstage, die ebenso wunderbar entschlacken können und z.B. jede Woche regelmäßig eingefügt werden können. Die können so aussehen: Reistag – Morgens: 1 Apfel, Mittags: ½ Portion Naturreis mit 2 gedünsteten Tomaten und mit Kräutern gewürzt, Abends: ½ Portion Naturreis als Reis-Obst-Salat oder mit ungezuckertem Apfelmus. Kartoffeltag – Morgens: ein Stück Obst nach Wahl, Mittags: 300 g Pellkartoffeln mit Kümmel und Majoran gewürzt, jedoch nicht gesalzen. Dazu: 2 Tomaten, 1 kleine Salatgurke oder etwas Blattsalat sowie evtl. 50 g körniger Frischkäse. Abends: 300 g Kartoffeln ohne Fett als Ofenkartoffeln zubereiten. Mit 2 frischen Tomaten und einigen Zwiebelringen essen. Dazu evtl. 50 g Magerquark.    

Fotos: 1. Deutsche Krebshilfe, 2. Rainer Sturm, Pixelio, 3. Ernst Rose, Pixelio