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Gartentipps im Oktober: Balkon und Terrasse

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ImageJetzt geht die Outdoor-Saison ins große Finale! Blüten und Früchte hüllen sich zum Abschied in goldenes Sonnengelb, und wir genießen noch einmal die warmen Stunden an der frischen Luft auf Balkon und Terrasse. Denn auch dort muss noch einiges erledigt werden...

Herbstputz
Balkonkästen mit verblühten oder erfrorenen Sommerblumen leeren und gründlich reinigen.

Rechtzeitig einräumen
Geranien (Pelargonien) und Fuchsien, die Sie überwintern möchten, müssen vor der ersten Frostnacht ins Haus.

Stecklingsvermehrung
Stecklinge sind beblätterte Triebstücke, die sich beim Stecken ins Substrat bewurzeln. Am häufigsten verwendet man abgeschnittene Spitzen von Haupt- oder Seitentrieben der Mutterpflanze, die so genannten Kopfstecklinge. Manche Kopfstecklinge treiben besonders willig, wenn man sie zunächst in Wasser stellt, so etwa Engelstrompete, Oleander, Fleißige Lieschen und Buntnessel.

Töpfe geschützt stellen
Narzissen, Traubenhyazinthen und andere winterharte Zwiebelblumen können problemlos in Töpfen im Freien überwintern. Allerdings muss man sie vor Nässe schützen. Man stellt sie deshalb unter einen Dachüberstand. Wenn starke Fröste drohen, ist ein Rundumschutz des Topfes ratsam (z. B. umwickeln mit Kartoffelsäcken oder Bastmatten).

Einräumen zur rechten Zeit
Oleander, Lorbeer oder Oliven macht es nichts, wenn sie kurzfristig ein paar Minusgrade abbekommen. Wichtig für ihre Widerstandskraft ist der Wetterverlauf. Plötzliche Temperaturstürze verkraften sie schlechter als langsam sinkende Temperaturen, an die sie sich gewöhnen. Kündigt sich von einer Woche auf die andere kaltes Wetter an, holt man vorsorglich alle empfindlichen Topfpflanzen (z. B. Zitrus oder Bougainvillee) ins Haus. Aber nicht für lange: Kehrt nach wenigen Tagen das milde Herbstwetter zurück, sollten Ihre Schützlinge wieder hinaus. Jeder Tag, den sie nicht im Haus verbringen, stärkt sie, beugt Schädlingen vor und fördert die Blütenanlagen fürs nächste Jahr. Haben Sie viele und schwere Gefäße zu transportieren, lohnt sich die Anschaffung einer Sackkarre. Auch Tragegurte und rollende Untersetzer sind nützlich zum Bewegen von Kübelpflanzen.

Rückschnitt
Ein Rückschnitt fördert bei vielen Kübelpflanzen den Blütenansatz im nächsten Jahr, etwa bei Schönmalve, Granatapfel, Kassie, Engelstrompeten, Bougainvillee, Bleiwurz und Wandelröschen.

Gießen
Kübelpflanzen sollte man nicht mit nasser Erde ins Haus holen. Rücken Sie die Töpfe unter einen Dachvorsprung, damit sie abtrocknen können.

Nicht Erfrieren, sondern Vertrocknen ist die häufigste Ursache, wenn Topfpflanzen im Winter braune Blätter bekommen oder sogar absterben. Bei Dauerfrost frieren die Erdballen ein, so dass die Wurzeln kein Wasser mehr bekommen. Hier hilft vor allem, die Verdunstung niedrig zu halten: Stellen Sie die Pflanzen windgeschützt und schattig! Wintervlies isoliert die Gefäße, gegen Bodenkälte helfen Styroporunterlagen.

Wichtig: An frostfreien Tagen das Gießen nicht vergessen! Winterharte Arten können Sie im Frühjahr neu kombinieren.

ImageBlumenzwiebeln richtig pflanzen
Auch in Kästen und Töpfen kommen Zwiebelblumen groß raus. So bepflanzen Sie einen Balkonkasten: Kasten mit Wasserabzug wählen und eine 2 Zentimeter dicke Schicht Blähton auslegen. Aus einem Gemüsevlies (im Gartenfachhandel) ein passendes Stück zurecht schneiden und auf den Blähton legen. Das verhindert, dass sich die Abzugslöcher mit Erde zusetzen. Sandige Erde einfüllen und die Blumenzwiebeln mit der Spitze nach oben einsetzen.
Zwischen größere Zwiebeln passen noch kleine Krokusse oder Schneeglöckchen. Dann den Kasten mit Erde auffüllen und geschützt draußen überwintern.
Die richtige Pflanztiefe für jede Zwiebel 5 Zentimeter für Anemonen, Winterlinge, Krokusse, Traubenhyazinthen und Blausternchen, 10-15 Zentimeter für Tulpen und Narzissen, 20 Zentimeter für Lilien, Kaiserkronen und Zierlauch.
Tipp: Torfhaltige Blumenerde bekommt den Zwiebeln (auch im Garten) weniger gut. Sie saugt sich im Winter wie ein Schwamm mit Wasser voll und verursacht leicht Fäulnis. Mischen Sie besser etwas Sand und Hornspäne unter die Erde.

ImageMini-Orchideen
Im GU Pflanzenratgeber "Miniorchideen" (64 Seiten, Klappenbroschur, ISBN: 978-3-8338-1610-9, 7,90 Euro) von Kerstin und Frank Röllke erfährt der Pflanzenfreund alles, worauf er bei Einkauf, Haltung und Pflege von Mini-Orchideen achten muss. Gesunde Wurzeln, glänzende Blätter und frische Knospen, auf welche Qualitätskriterien muss bereits beim Kauf geachtet werden? Welche Bedingungen muss der Standort erfüllen, damit sich die Miniorchidee optimal entfalten kann? Und was ist zu tun bei fehlerhafter Pflege, Krankheiten oder Schädlingen? Im Praxisteil bieten die Autoren fachkundigen Rat in leicht verständlicher Sprache. Von Angraecum über Phalaenopsis bis Vanda nach Großgattungen sortiert, klärt der umfassende Porträtteil über Herkunft, Blüte, Wuchs und Kultur der gängigsten Miniorchideen auf. Ein Anhang mit Glossar, Register sowie weiterführenden Literaturtipps, Adressen und Bezugsquellen runden den Ratgeber ab. Zusätzliche Infos in den Umschlagklappen bieten einen kompakten Überblick über die drei verschiedenen Gruppen der Miniorchideen, einen Arbeitskalender sowie die bewährten zehn GU Erfolgstipps.


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Foto 1: Maja Dumat, Pixelio