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Ayurvedisch kochen für jeden Typ
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Aus der Sicht der Ayurveda ist jede Nahrung zugleich auch Medizin. Die richtige Ernährung spendet Lebenskraft, nährt Körper und Geist und bringt den Menschen im Falle einer Störung oder einer Krankheit wieder zurück ins Gleichgewicht...
Erde, Luft, Wasser, Feuer, Äther – die fünf Elemente spiegeln sich in unserem Körper wieder. Im Ayurveda setzen sie sich dort zu den drei Doshas zusammen. Sie heißen Vata, Pitta und Kapha. Diese drei Grundlebenskräfte müssen in Harmonie sein, wobei sich das Gleichgewicht in jedem Menschen individuell ausdrückt. Eine auf den Typ abgestimmte Ernährung ist in der ayurvedischen Lebensweise (bzw. beim ayurvedisch kochen) von großer Bedeutung. Jedes Nahrungsmittel und Gewürz hat eine spezifische, traditionell bekannte Wirkung auf die drei Doshas. Welche Dosha unsere Lebenskräfte bestimmen, meist sind es Mischformen, kann letztendlich nur ein ayurvedischer Arzt mittels der Pulsdiagnose bestimmen. Dank eines Fragenkataloges kann man jedoch auch typische Anzeichen für ein Dosha ermitteln.
Welche Doshas gibt es? Der Vata-Typ besitzt einen leichten, schmalgliedrigen Körperbau, geringes Gewicht, feine Haare, unregelmäßigen Appetit, neigt zu Verstopfung und Blähungen, der Schlaf ist eher leicht, mag ungern kaltes Wetter, psychische Belastungen können das Gleichgewicht stören, handelt schnell, regt sich leicht auf, ist gesellig. Vata-Störungen sind schwer zu erkennen: sie äußern sich in nervösen Magenschmerzen, Nerven- und Muskelschmerzen, Unruhe oder depressiver Verstimmung. Der Pitta-Typ besitzt einen mittleren Körperbau, Muttermale, ist gut proportioniert, guter Hunger und gute Verdauung, liebt regelmäßige Mahlzeiten, hat ein durchschnittliches Gedächtnis, kann aggressiv und stur sein, hasst Zeitmangel. Pitta-Störungen zeigen sich in Hautirritationen, starker Infektanfälligkeit, Entzündungen, Niedergeschlagenheit und Angstzuständen. Der Kapha-Typ besitzt einen kräftigen, fast schweren Körperbau, hat eine regelmäßige Verdauung, kräftiges Haar, gutes Gedächtnis, langsame Auffassungsgabe, ist meist ruhig und ausgeglichen, neigt zu zu viel Schlaf, lehnt die Veränderung ab, schiebt Aufgaben gerne hinaus. Bei Kapha-Störungen sind die Personen müde, antriebslos, haben eine blasse, meist raue Haut, neigen zu Bronchitis, Asthma und Allergien und zu Habgier und Eifersucht.
Die vorgestellten Rezepte sind überwiegend Dosha-neutral Da wir nicht wissen, welche Dosha Sie haben, haben wir uns bemüht, Gericht zu finden, die möglichst Dosha-neutral und daher für alle Menschen geeignet sind. Hin und wieder werden Sie jedoch Tipps zu den einzelnen Doshas entdecken können. Wer sich hierfür näher interessiert, sollte die vorgestellten Buchtipps zum Thema "Ayurvedisch kochen" genau unter die Lupe nehmen.
Auberginenragout an Spaghetti Für 4 Personen benötigen Sie: 400 g Spaghetti (ohne Ei), ½ TL Kurkuma, 1 TL Ursalz, 2 l Gemüsebrühe, 2 mittelgroße Auberginen, 2 Knoblauchzehen, 80 g Tomaten (halbgetrocknet, im Glas), 1 kleines Bund Basilikum, 1 kleines Bund glatte Petersilie, 2 EL süßes Mangochutney (Fertigprodukt), 80 g Kokospulver, 1 EL alter roter Balsamicoessig, 3 EL Olivenöl, ¼ TL Anissamen, ¼ TL Fenchelsamen, ¼ TL Cuminsamen, ½ TL schwarzer Pfeffer (gemahlen), 2 EL Sojasauce, 4 Rosmarinzweige zum Garnieren Und so wird das Gericht zubereitet: 1. Die Auberginen waschen und in Würfel von 1,5 cm Größe schneiden. Den Knoblauch fein schneiden, die getrockneten Tomaten in Streifen schneiden. Kräuter grob hacken, Mangochutney mit Kokospulver, Balsamicoessig und 200 ml Wasser pürieren. 2. In einer Pfanne das Öl erhitzen, darin Gewürze und Knoblauch kurz anbraten, Auberginen dazugeben, pfeffern und unter Wenden 10 Minuten braten. Jetzt Tomaten dazugeben, Sojasauce übergießen und alles miteinander vermischen. Das Püree angießen, die Kräuter beigeben und das Ganze in 5 Minuten reduzieren lassen. 3. Die Nudeln nach Angabe mit den Zutaten bissfest kochen. Abgießen, portionieren und das Ragout anlegen, mit Rosmarin garnieren. Tipp: Sehr verträglich ist dieses Gericht für Pitta und Vata, Kapha gibt zusätzlich etwas Pfeffer dazu.
Quittenspalten an Minzereis Für 4 Personen benötigen Sie: 2 mittelgroße Quitten, 2 EL Rohrohrzucker, 500 ml Quittensaft, ½ Zimtstange, ½ Vanilleschote, 1 Sternanis, ¼ TL Safranpulver, 2 EL Berberitzen (getrocknet), 1 EL Tapiokamehl (Speisestärke, die aus der Maniokwurzel hergestellt wird), 50 g Basmatireis, 4-5 Zweige Minze, 2 EL Minzesirup, 50 g Kokospulver, 1 EL Akazienhonig Und so wird das Gericht zubereitet: 1. Die Quitten schälen und halbieren. Kerngehäuse mit einem Kugelausstecher entfernen. Die Quitten in Spalten schneiden. Zucker mit etwas Wasser hell karamellisieren lassen, mit Saft ablöschen. Zimt, Vanille, Sternanis, Safran, Berberitzen und Quitten hinzufügen und alles zusammen aufkochen. Das Tapiokamehl mit wenig Wasser anrühren und nach 3 Minuten unterrühren. Im Topf auskühlen lassen. 2. Den Reis mehrmals gut waschen. Minze zupfen, einige Blätter zum Anrichten beiseitelegen, die restlichen Blätter fein hacken. 300 ml Wasser mit Sirup und Kokospulver aufkochen, Reis mit der Hälfte der Minze dazugeben, bei kleiner Flamme 30 Minuten garen. Aus dem Topf in eine kühle Schüssel füllen. Sobald der Reis abgekühlt ist, den Honig und die restlichen Blättchen vorsichtig unter den Reis ziehen. 3. Mit dem Eisportionierer eine Nocke auf dem Teller anrichten und mit der Minze garnieren. Das Kompott daneben verteilen. Tipp: Für Pitta und Kapha verträglich, Vata sollte etwas mehr Reis und weniger Quitten nehmen.
Beide Rezepte stammen aus „Ayurvedische Kochkunst – Die Parkschlösschenküche“ von Eckhard Fischer. In einem stillen Seitental der Mosel, eingebettet zwischen uralten Weinbergen und dem historischen Städtchen Traben-Trarbach, liegt das Kurhotel „Parkschlösschen“, das sich die Ziele des Ayurveda zu eigen gemacht hat. Besonders die Qualität der täglichen Ernährung genießt dabei einen besonders hohen Stellenwert. Der Chefkoch des 5-Sterne-Hotels und Autor dieses hervorragenden Kochbuches stellt 80 wohlschmeckende Rezepte aus seiner vegetarischen Gourmetküche vor, welche exquisit und dennoch leicht nachzukochen sind. Dazu gibt es jede Menge Hintergrundinfos: Welche Dosha-Typen gibt es (einschließlich Dosha-Fragebogen)? Nahrungsmittel, Kräuter und Gewürze im Ayurveda u.a.. Eckhard Fischer weiß zudem, wovon er schreibt, immerhin genoss er eine Ausbildung durch einen indischen Facharzt und erlernte die ayurvedische Küche bei einem Aufenthalt in Indien. Erschienen im UMSCHAU Buchverlag zum Preis von 29,90 Euro (192 Seiten, Hardcover, ISBN: 978-3-86528-639-0).
Noch mehr köstliche Rezepte zum Thema "ayurvedisch kochen" finden Sie auf der nächsten Seite!
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