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Die Bewerbung - Darauf kommt es an!

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Seite 1 von 2
ImageWollen oder müssen Sie sich beruflich verändern, oder sind Sie gar noch auf der Suche nach Ihrem Traumjob? Vielleicht planen Sie ja auch ein Praktikum – ob als Schüler oder als Erwachsener. Worauf kommt es dann bei einer Bewerbung mittlerweile an? Wir haben ein paar Tipps für Sie...

Das Thema Bewerbung ist ständig in Bewegung, die Anforderungen an die Gestaltung verändern sich. Eines bleibt jedoch unverändert: Wer am besten für sich wirbt, der hat die größten Chancen, den begehrten Job zu bekommen und eventuelle Mitbewerber aus dem Rennen zu schmeißen. Doch worauf kommt es an, und welche Fehler sollte man vermeiden? Gerade diejenigen unter uns, die lange Zeit für einen Arbeitgeber tätig waren und einen scheinbar sicheren Job innehatten, sind sehr unsicher, wenn es darum geht, nach vielen Jahren der Beschäftigung erneut eine Bewerbung zu schreiben. Wir möchten Sie mit diesem Problem nicht alleine lassen, haben ein paar Tipps und Ratschläge parat und selbstverständlich auch ein paar Buchtipps im Repertoire...

Selbsterkenntnis ist der erste Schritt!
Bevor man überhaupt mit der Jobsuche anfängt, sollte man zunächst recherchieren, was man eigentlich will bzw. was man einem Arbeitgeber anbieten kann! Eine genaue Analyse seiner Fähigkeiten ist da besonders hilfreich: Wo liegen meine Stärken und Talente? Welche Eigenschaften zeichnen mich aus? Welche Fähigkeiten will ich mir noch aneignen? In welcher Branche möchte ich am liebsten tätig sein? Welche Position möchte ich erreichen? Welchen persönlichen Einsatz will ich bringen? Für dieses Selbstporträt sollte man sich viel Zeit nehmen, denn es ist sehr wichtig, sowohl für die Bewerbung als auch später für ein Vorstellungsgespräch! Firmen interessieren sich mittlerweile nicht mehr nur für die fachlichen Qualifikationen (Hard Skills), sondern auch dafür, welche Soft Skills ein Bewerber vorzuweisen hat. Dabei handelt es sich z.B. um Eigenschaften wie Lernbereitschaft, Flexibilität sowie soziale und kommunikative Kompetenzen. Wer da etwas angeben kann, das ihn von den anderen Bewerbern positiv abhebt, der hat klare Vorteile!

Eine Bewerbung ist Werbung in eigener Sache!
In Zeiten konjunktureller Schwäche und hoher Arbeitslosigkeit ist es besonders wichtig, eine aussagekräftige und ansprechende Bewerbungsmappe zusammenzustellen bzw. anzubieten. Da die Personalabteilungen großer und mittelgroßer Unternehmen wahre Flutwellen von Bewerbungen auf eine Stellenausschreibung erhalten, wird der Bewerbungsprozess mehr und mehr Fließbandarbeit. Selten wirft ein Mitarbeiter der Personalabteilung noch einen Blick in eine Bewerbungsmappe, wenn diese von vorneherein einen unprofessionellen oder gar schmuddeligen Eindruck hinterlässt. Manchmal sichtet sogar schon die Sekretärin die erste Ladung. Hat man erst einmal die erste Hürde geschafft, zählt selbstverständlich auch noch der Inhalt. In erster Linie sollte der vollständig, ordentlich, übersichtlich, informativ und unbedingt ohne Rechtschreibfehler sein. Kreativität bzw. eine auffällige Gestaltung der Unterlagen, z.B. in Form von farbiges Papier, großformatige Fotos, Verzierungen oder CD-ROMs sind in der Regel nicht gefragt, es sei denn, die Bewerbung richtet sich an kreativ-gestalterische Berufszweige wie Werbung, PR oder Mode.

Ein Muster-Anschreiben finden Sie hier!

Bestandteile der Bewerbungsmappe:
·    persönliches Anschreiben
·    evtl. ein Deckblatt
·    professionelles Bewerbungsfoto
·    Lebenslauf
·    evtl. die „Dritte Seite“ (Qualifikationsprofil)
·    Zeugniskopien (bisherige Arbeitsverhältnisse)
·    ggf. Praktikumsbescheinigungen
·    berufsqualifizierte Zeugniskopien (Ausbildung/Hochschulen)
·    Nachweise über Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen (z.B. Seminare, Sprachkurse, Computerlehrgänge)                                                
Aufmachung der Bewerbungsmappe:
·    eine gut verarbeitete, robuste Mappe, die auch alle Unterlagen vernünftig und übersichtlich aufnehmen und ggf. erneut verschickt werden kann (Tipp: Mappen mit Klemm-Mechanismus sind durchaus beliebt bei Unternehmen)
·    hochwertiges Papier (weißes, 90- bis 100-Gramm-Papier in guter Qualität)
·    hohe Qualität der Ausdrucke (aufs Druckbild achten!)
·    gute Lesbarkeit der Seiten: angemessene Seitenränder (links etwa 2,5 bis 3 und rechts etwa 2 cm), angenehmer und klarer Schrifttyp (Times New Roman, Arial oder Courier), Schriftgröße mindestens 11 Punkt
·    Kursiv- und Fettschrift eher sparsam verwenden
·    Neue Rechtschreibung verwenden

Es gibt natürlich auch Tabus:
·    Schreib- und Tippfehler
·    Verbesserungen in den Unterlagen (z.B. Tipp-Ex!)
·    Alte, bereits einmal verschickte Fotokopien
·    Klarsichthüllen: Sind lästig, da oft Seiten kopiert werden
·    zu kleines Foto: keine Passbildgröße (4 x 6 cm), lieber Porträtgröße (mind. 5 x 7 und max. 8 x 10 cm) verwenden
·    angeforderte Unterlagen fehlen
·    unübersichtlicher und lückenhafter Lebenslauf

Die einzelnen Bestandteile im Detail und der Reihenfolge nach:
Anschreiben: Das Dokument wird nur locker auf die Mappe oder (besser) lose unter den Mappendeckel gelegt. Es verbleibt üblicherweise in der Personalabteilung, während die Mappe an andere Entscheidungsträger weitergeleitet wird. Häufig als Visitenkarte des Bewerbers bezeichnet, ist das Anschreiben der individuellste Teil der Bewerbung. In ihm wird deutlich gemacht, warum gerade der Bewerber der Richtige für die zu besetzende Position ist. Es ist sozusagen der eigentliche Werbetext in eigener Sache.
Deckblatt (evtl.): Abgeheftet in der Mappe ist das Deckblatt die Titelseite der Bewerbungsmappe. Dort kann wunderbar das Foto platziert werden. Auch die Kontaktdaten (Adresse, Telefonnummern, E-Mail-Adresse) finden dort gut Platz, und man spart sich die Angaben dann auf dem Lebenslauf, was dort wiederum Platz verschafft.
Lebenslauf: Neben dem Anschreiben bestimmt das wichtigste Dokument in der Mappe. Hier darf auf keinen Fall die chronologische Aufzählung der beruflichen Stationen und des Ausbildungswegs fehlen. Der Lebenslauf sollte möglichst lückenlos sein und keine Unwahrheiten verbreiten. Wer kein Deckblatt verwendet, muss die Kontaktdaten und das Bewerbungsfoto einfügen. Außerdem ist es mittlerweile üblich, den Lebenslauf eigenhändig zu unterschreiben (an einen schönen Stift denken!). Ort und Datum sollten auch nicht fehlen.     
Dritte Seite: Wie beim Deckblatt eine reine Geschmacksache. Bei manchen kommt das „Persönliche Statement“ oder auch „Qualifikationspapier“ gut an, andere finden es überflüssig. Hier hat der Bewerber noch einmal die Möglichkeit, die in dem Anschreiben und Lebenslauf gemachten Angaben durch eine Extraseite zu ergänzen. Wer nur wenige (oder gar keine) überzeugende, zusätzliche Trümpfe in der Hinterhand hält, kann getrost auf diese Seite verzichten.
Arbeitszeugnisse: Nachweise über Praktika, sonstige Leistungsnachweise und Ausbildungsabschlüsse machen dem Leser deutlich, wie qualifiziert der Bewerber ist. Man ordnet diese in zeitlicher Abfolge – beginnend mit den aktuellen Belegen – und geht dann chronologisch zurück.
Zertifikate und Weiterbildungen: Dies können firmeninterne Seminare, aber auch Fortbildungsmaßnahmen (z.B. Zusatzausbildung) sein. Wer in der Wissenschaft tätig ist, kann evtl. eine Liste mit Veröffentlichungen beifügen.
Berufsqualifizierte Abschlüsse: z.B. ein Facharbeiterbrief oder ein Hochschulabschluss. Wer schon lange im Berufsleben ist, braucht seine Schulabschlüsse nicht mehr in die Mappe einsortieren.
Sonstige Unterlagen: Arbeitsproben, polizeiliches Führungs- oder Gesundheitszeugnis (alles nur, wenn ausdrücklich gewünscht!).

Ein Muster-Lebenslauf finden Sie hier!

Bewerbung ums Schülerpraktikum: kurz und knackig
Die Bewerbung um ein Schülerpraktikum ist natürlich beileibe nicht so aufwändig wie bei der Jobsuche. Selbstverständlich sollte ein Anschreiben und ein Lebenslauf vorhanden sein. Dabei ist die Aufmachung (ordentlich, übersichtlich, frei von Fehlern usw.) ebenso wichtig. Im Anschreiben schreibt der Schüler rein, warum er das Praktikum gerne in dem speziellen Unternehmen machen möchte. Wichtig ist natürlich auch die Angabe, wann es überhaupt stattfinden soll und auf welche Schule man geht. Sich ein paar Hintergrundinfos über die Firma (z.B. im Internet) einzuholen, ist zusätzlich hilfreich, es zeugt von echtem Interesse. Der Lebenslauf fällt natürlich i.d.R. weitaus kürzer aus.


Einige Buchtipps finden Sie auf der nächsten Seite!