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Nicht mehr die großen und schweren SUV sind gefragt – aufgrund der Klimadebatten werden wieder kleinere Brötchen gebacken. Wachsen soll vor allem das Segment der kompakten Geländewagen. Und hier geht das Wettrüsten in die nächste Runde. Zeitgleich mit dem Audi Q5 hat jetzt auch Mercedes mit dem GLK ein Modell parat. Das hat unser Auto-Tester Heinrich Rohne bereits fahren dürfen.
Der 4,53 Meter lange Geländegänger von Mercedes ist keine eingelaufene Ausgabe des ML, sondern ein kantiger Charaktertyp, der sich vor allem an GL und G-Klasse orientiert. Bug und die Frontscheibe stehen steil im Wind, das Dach ist ausgesprochen gerade und das Heck fällt beinahe senkrecht ab. Dazu gibt es schlanke Dachpfosten, eine stark ausgeprägte Gürtellinie, die aufsteigende Sicke an der Seite, breite Wülste um die vorderen Radhäuser, dicke Hüften am Heck und markante 20-Zoll-Räder. Trotz aller Kompaktheit bietet der GLK innen ausreichend Platz. Im Fond gibt es bei Kopf- und Kniefreiheit keine Probleme, im Kofferraum können mindestens 450 l verstaut werden. Das ist mehr als ordentlich. Auch wenn sich der GLK optisch dem G-Modell ähnelt - technisch hat der kompakte SUV nichts mit dem Mercedes-Klassiker gemein. Beim genauen Hinsehen zeigt sich, dass der GLK eine hübsch verkleidete C-Klasse mit serienmäßigem Allradantrieb ist. Der leitet die Kraft nach festen Regeln zu 45 Prozent auf die Vorder- und 55 Prozent auf die Hinterachse, setzt anstelle von Differentialsperren auf den elektronischen Bremseingriff. Zudem gibt es für den GLK ein Offroad-Paket, mit dem Geländefreaks ihren Spieltrieb voll ausleben können. Dann nämlich gibt es 21 statt 19 Zentimeter Bodenfreiheit, einen stabilen Unterfahrschutz mit Gleitschienen aus glasfaserverstärktem Kunststoff, eine elektronische Bremse für steile Gefällstrecken und eine sogenannte G-Taste, mit der die Schaltpunkte der siebenstufigen Automatik, die Motorcharakteristik und die elektronischen Regelsysteme für den Einsatz auf grobem Terrain programmiert werden. Derart ausgerüstet kämpft sich der Wagen tapfer auch durch schweres Gelände.
Motorenmäßig steigt Mercedes beim GLK hoch ein. Denn starten wird der kompakte SUV ausschließlich mit V6-Motoren - von 224 bis 272 PS (32O CDI mit 224 PS, 280 mit 231 PS und 350 mit 272 PS), die zwischen 7,9 Litern Diesel und 10,6 Litern Benzin verbrauchen sollen. Erst im Frühjahr soll ein sparsamerer 2,2-Liter-Dieselmotor die Antriebspalette ergänzen. Dabei handelt es sich um den GLK 220 CDI. Dieser Vierzylinder leistet 170 PS. Mit einem Verbrauch von 6,9 Litern wird dieser GLK als Sparmodell „Blue Efficiency“ vermarktet. Das wäre dann der erste Bluetec-Vierzylinder. Und erste Fahreindrücke zeigen: Zwar ist dieser Diesel etwas brummiger als sein großer Bruder, der 320 CDI, doch er passt ausgezeichnet zum GLK, da die erreichten Fahrleistungen völlig ausreichend sind. Zudem garantieren 400 Nm gehörigen Fahrspaß. Die Preise beginnen für den Mercedes GLK bei 40.341 Euro. Doch diese Summe gilt für das Basismodell mit dem Einstiegsdiesel, der ja bekanntermaßen erst im kommenden Frühjahr zu haben ist. Wer vorher GLK fahren will, muss mindestens 43.554 Euro zahlen. Fotos: Mercedes Benz
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