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Auf den Spuren von Rosamunde Pilcher

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ImageSanft gewellte Hügel, windumtoste Klippen, goldgelbe Strände und nicht zu vergessen die kulturellen Sehenswürdigkeiten zeichnen Südengland und speziell Cornwall und Devon als ultimative Reiseziele aus. Wer zudem den Hauch von Romantik sucht, wird ebenfalls fündig, denn so manch kleiner Ort wurde Schauplatz von Herz-Schmerz-Filmen à la Rosamunde Pilcher...

ImageScheinbar endlos windet sich die zerklüftete südliche Küstenlinie, bis sie im westlichsten Zipfel Land’s End mit der cornischen Nordküste zusammentrifft. Wer den ursprünglichen Charakter von Cornwall und Südengland erleben möchte, sollte das „Westcountry“ am besten per Zug und Bus erkunden. Das ist nicht nur umweltfreundlicher, sondern bringt Ihnen Land und Landschaft besonders nahe. Unzählige familiär geführte Übernachtungsmöglichkeiten, das so genannte „Bed & Breakfast“, warten nur auf Gäste. Die Möglichkeiten, eine Rundreise zu gestalten, sind vielfältig. Die nötige Hilfe bei der Planung und Ausführung findet man z.B. beim Großbritannien-Spezialisten „British Travel Company“. Wie eine Woche ausschauen könnte, möchten wir hier vorstellen...

ImageTorquay – DIe Königin der englischen Riviera
Beginnen wollen wir unsere kleine Reise in London-Heathrow, wo wir aus vielen Orten Deutschlands mittlerweile günstig per Flugzeug anreisen können. Im Gepäck: Ein Bahnpass, der an vier Reisetagen gültig ist. Der London Heathrow Express bringt uns nach London Paddington (Miss Marple lässt grüßen), und von dort geht es schließlich weiter zu unserem ersten Ziel: Nach ca. vier Stunden Fahrt mit dem Zug erreichen wir Torquay. Das traditionelle Seebad rühmt sich eines milden, mediterranen Klimas und subtropischer Vegetation und wird daher gerne als die „Königin der englischen Riviera“ bezeichnet. So manch einem wird bereits der Bahnhof bekannt vorkommen, wurde er doch bereits als Drehort entdeckt. In Torquay setzen sich die englischen, natürlich wohlhabenden Geschäftsleute zur Ruhe, ansonsten ist das Publikum dank vieler Sprachschüler, die in Torquay ihre Ferientage verbringen, um zu schwimmen, um sich am Sandstrand zu Imageaalen, um zu sehen und gesehen zu werden oder ihr Taschengeld in den zahlreichen Spielautomaten zu verspielen, eher jung. Ein Stadtrundgang ist natürlich Pflicht. Um den für uns noch interessanter zu gestalten, besorgen wir uns in der Tourist Information eine Karte mit einem „Agatha Christie Trail“. Auf vier ausgearbeiteten Spaziergängen folgen wir den Spuren der berühmten Schriftstellerin. Wer nicht genug bekommen kann von Torquays berühmtester Bewohnerin besucht noch das Torquay Museum, welches der Autorin eine kleine Ausstellung widmet. Ein lohnendes Besuchsziel sind sicherlich noch die zwei Millionen Jahre alten Höhlen Kent’s Cavern, die nur zwei Kilometer von der Stadt entfernt sind. Abends ist es besonders unheimlich, zwischen den Stalagmiten und Stalaktiten zu wandeln. Reservierungen für diese „Ghost Tour“ inkl. Abendmahl (Fr. abends) sollten lieber vorgenommen werden.

ImageFrisch gestärkt durch ein köstliches English Breakfast wollen wir am zweiten Tag unserer Reise die Nachbarorte von Torquay erkunden. Zunächst fahren wir mit dem Bus in die bescheidene Hafenstadt Brixton, die sicherlich die attraktivste der drei Städte an der Torbay ist. Der Hafen bietet noch immer viel Atmosphäre. Dazu beitragen tut auch die „Golden Hind“, der originalgetreue Nachbau des Schiffes, mit dem Sir Francis Drake von 1577 bis 1580 die Welt umsegelte und als erfolgreicher Freibeuter der englischen Geschichte zurückkehrte. Wer Lust hat, steigt vom malerischen Hafen zur Steilküste von „Berry Head“ hinauf. Dieses hoch gelegene Naturschutzgebiet ist Brutstätte und Heimat vieler Seevögel und bietet einen herrlichen Ausblick über die Torbay. Schon bald geht es per Bus weiter: Unsere zweite Station an diesem ImageTag ist der geschichtsträchtige Ort Totnes. Die Altstadt, die sich den Berg hinauf zieht, hat Charme. Hier finden sich noch süße kleine, verspielte Läden und Cafés, in denen wir selbstverständlich auch eine typisch englische Zwischenmahlzeit, den Devon Cream Tea, genießen können. Die warm gemachten Scones (Gepäck), bestrichen mit Clotted Cream (dicker Rahm) und Erdbeerkonfitüre sind furchtbar lecker. Nach einem gemütlichen Bummel durch diese Kleinstadt mit so viel Flair lassen wir uns von dem freundlichen Busfahrer zurück nach Torquay chauffieren. Wir beenden den Abend mit einem leckeren Fischmahl im No. 7 Fish Bistro (7 Beacon Terrace). Das als Familienbetrieb geführte beliebte Fischrestaurant glänzt durch Frische und Einfachheit.

ImageDer beliebte Ferienort Dartmouth steht am nächsten Tag auf unserem Programm. Auch dieser Ort kann eine eindrucksvolle Geschichte aufweisen: So ging 1190 Richard Löwenherz hier an Bord eines Schiffes, um zum dritten Kreuzzug ins Heilige Land aufzubrechen; Eduard III. sammelte 1347 die englische Flotte, um Calais zu belagern und z.B. 1944 ankerten 400 amerikanische Schiffe im Warfleet Creek, um sich auf die Invasion der Normandie vorzubereiten. Als Attraktion im mittelalterlichen Stadtkern gilt das Butterwalk-Gebäude: ein vierstöckiges Fachwerkgebäude aus dem 17. Jh., dessen reich verzierte Obergeschosse auf Granitsäulen ruhen. Auch die 20 Minuten Fußweg hinauf zum Dartmouth Castle lohnen Imagesich. Die Festung entstand auf Wunsch Eduards IV. als Verteidigungsstützpunkt. Nun zieht es aber auch uns auf ein Schiff: Flussaufwärts entlang des malerischen Ufers des River Dart wollen wir in ca. zwei Stunden ganz entspannt Totnes erreichen. Wir bewundern das viele Grün, die tolle Landschaft und sichten – ganz im Pilcher-Wahn – eindrucksvolle Herrenhäuser, die hübsch eingebettet auf den Klippen thronen. Die schon uns bekannte Buslinie bringt uns wieder von Totnes nach Torquay. Zum Abschluss des Tages gönnen wir uns ein Essen in einem der besten Restaurants in der gesamten Region, im Mulberry House. Modern British wird hier gekocht, wobei die Zutaten größtenteils aus biologischem Anbau stammen.

Wie die Reise weitergeht, erfahren Sie auf der nächsten Seite!