2007 ist das Jahr des Delfins - ausgerufen von den vereinten Nationen. Denn wenn nicht bald etwas passiert, ist das Überleben der friedlichen Tiere massiv bedroht. Ein weitreichendes Schutzabkommen soll deshalb verabschiedet werden.
Viele Gefahren lauern auf Delfine: Beifang in Fischernetzen, verschmutzte Gewässer, Lärmbelästigung, Verknappung der Nahrungsressourcen infolge von Überfischung und Jagd. Dies sind nur einige der Gründe, weshalb sie bald aus den Meeren der Welt verschwinden könnten. Eine einzigartige Kooperation soll den Schutz von Walen und Delfinen grundlegend verbessern, berichtet die Zeitschrift natur+kosmos in ihrer neuesten Ausgabe. Die Vereinten Nationen, die Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS und der Touristikkonzern TUI haben zum Jahr des Delfins nicht nur Handbücher und Broschüren entworfen, in denen sie im Rahmen einerKampagne weltweit für den Schutz der Tiere werben. Die Partner wollen bis zum Ende des Jahres ein weit reichendes Schutzabkommen unter Dach und Fach bringen: In einem riesigen Meeresgebiet zwischen Kapverden, Azoren, Kanaren und entlang der westafrikanischen Küste sollen Regeln gelten, die den Tieren das Überleben sichern.
Neue Fischfarmen sollen in empfindlichen Gebieten nicht mehr genehmigt, Sonartests verboten, der Fischfang eingeschränkt und der Schiffsverkehr reguliert werden. Vor allem aber sollen Regeln zum sanften Beobachten von Walen und Delfinen dafür sorgen, dass die Tiere nicht unnötig unter Stress geraten. "Delfine sind lebende Schätze unseres blauen Planeten", sagt Robert Hepworth als Vertreter der Vereinten Nationen. "Um ihr Überleben zu sichern, brauchen wir saubere und ruhige Ozeane, Schutzgebiete und Menschen, die dafür Sorge tragen." Als Schirmherr unterstützt Fürst Albert von Monaco die Ziele der Kampagne.
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