Auch dieses Jahr wieder ist die Osterhasen-Schokolade von bester Qualität – das hat die Zeitschrift „Ökotest“ festgestellt. Und nicht nur das: Amerikanische Wissenschaftler bestätigten die positive Wirkung von Schokolade auf das Herz-Kreislauf-System.
Das Osterfest steht bevor und Millionen von Schoko-Hasen haben es von den Bändern der Schokoladenfabriken über die Süßwarenregale des Handels zu den Leckermäulern nach Hause geschafft. Die letzten Langohren warten jetzt noch darauf, den Weg in die Osternester zu schaffen. Dieses Ziel werden sie wohl ohne Mühe erreichen, denn nach Schätzungen des Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. - BDSI - werden ca. 40 % der Ostereinkäufe erst in der letzten Woche vor dem Fest getätigt. Und auch dieses Jahr sind sie wieder von bester Qualität. Das hat die Zeitschrift "Ökotest" in ihrer April-Ausgabe bestätigt: 16 von 17 getesteten Schoko-Hasen bekamen die Note "sehr gut". Zudem gab es kaum Preiserhöhungen – was sich aber wohl in Zukunft nicht halten lassen wird.
Trotzdem: Nirgendwo sonst sind die Preise für Schokolade so günstig und nirgendwo ist die Angebotsvielfalt größer wie in Deutschland. Da freut die nächste gute Nachricht aus Amerika: Wissenschaftler von der Harvard University, Boston, konnten nun mit Hilfe einer Analyse von 136 Medline-Publikationen die gesundheitsfördernde Effekte von Schokolade auf das Herzkreislaufsystem bestätigen. Die Forscher um Eric Ding untersuchten im Zeitraum von 1995 bis 2004 veröffentlichte Publikationen hinsichtlich der Beziehungen zwischen den Inhaltsstoffen von Schokolade, wie Kakao, Stearinsäure sowie Flavonoide und dem Risiko an kardiovaskulären Erkrankungen zu leiden. Bisher galt die Stearinsäure als Cholesterinspiegel erhöhende Fettsäure und daher die Schokolade als wenig wertvoll. Das Review konnte nun die positiven Effekte der Schokolade herausstellen. Verantwortlich für die positiven Effekte von Pralinen, Schokohasen & Co sind vor allem die Flavonoide. Flavonoide sind sekundäre Pflanzenstoffe, die auch in pflanzlichen Lebensmitteln, wie Weintraube, Zwiebel und Apfel vorkommen. Kakao ist besonders reich an den Flavonoidsubstanzen Epicatechin, Catechin sowie Procyanidinen. Neben der antioxidativen Eigenschaft der Flavonoide senken die Inhaltsstoffe der Schokolade den Blutdruck, vermindern Entzündungen, senken die Blutplättchenaggregation, reduzieren das schlechte Cholesterin LDL und erhöhen das gute Cholesterin HDL. Darüber hinaus fanden sich kaum Beweise für eine negative Wirkung der Stearinsäure auf den Cholesterinspiegel. Der einzige Wehmutstropfen der Ergebnisse: Die gesundheitsfördernden positiven Wirkungen sind hauptsächlich in dunkler Schokolade zu erwarten. Entscheidend ist hier das Verhältnis von Kakaomasse zu Kakaobutter. Dunkle Schokolade enthält wesentlich mehr Kakaomasse und damit Flavonoide, was sich in einem höheren antioxidativen Potential niederschlägt. Die Messungen ergaben Werte von 170 Milligramm Flavanole und Procyanidine pro 100 Gramm dunkler Schokolade. Die Milchschokolade weist nur 70 Milligramm pro 100 Gramm aus. Fotos: Karin Jaehne, Pariah083, Pixelquelle
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