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Trinken ist gesund und ist gerade an warmen Tagen wichtig. Vor dem durstigen Griff zur Flasche lohnt sich aber ein Blick auf das Etikett. In einigen Getränken ist nämlich sehr viel Zucker versteckt. Zuviel Zucker kann zu Übersäuerung führen und unliebsame Fettpölsterchen mit aufbauen.
"Gerade im Sommer werden Eistees oder Wellnessgetränke gerne als Durstlöscher verwendet", sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Aber Vorsicht: Fast alle enthalten reichlich Zucker! Ein aktueller AK Test von 63 Limos, Eistees und Wellnessgetränken mit und ohne Süßstoff zeigt: Der Zuckergehalt in den Getränken ohne Süßstoff liegt bei bis zu 32 Stück Würfelzucker pro Liter, bei den als light oder kalorienarm bezeichneten Getränken zwischen null und 14 Stück Würfelzucker pro Liter, dafür muss man mit künstlichen Süßstoffen rechnen. "Die besten Durstlöscher bleiben immer noch Leitungs-, Mineralwasser und ungesüßte Tees", resümiert Schöffl. Vor allem Kinder sollten auf Grund ihres geringen Körpergewichts nicht zu viel künstliche Süßstoffe zu sich nehmen. So könnte ein Kind mit einem Körpergewicht von 20 Kilogramm, wenn es einen Liter Erfrischungsgetränke mit Süßstoff mit dem zulässigen Höchstgehalt an Saccharin trinkt, bereits die maximale tägliche Aufnahme an Saccharin erreichen. Die meist verwendeten künstlichen Süßstoffe in den Getränken sind Acesulfam K (E 950), Apsartam (E 951), Cyclamat (E 952) Saccharin (E 954). Der AK Test zeigt auch, dass sich bei Limonaden und Eistees als Zusatzstoff das Säuerungsmittel Zitronensäure, oft auch Zitronensaft befindet. Zitronensäure kann durch die in den alkoholfreien Erfrischungsgetränken oder Eistees befindlichen Mengen (z.B. etwa 0,25 Prozent) laut Bundesinstitut für Risikobewertung in Deutschland bei häufigem Konsum den Zahnschmelz angreifen. Das gilt für Zitronensäure genauso wie auch grundsätzlich für andere Fruchtsäuren oder zugesetzte Säuren, etwa Phosphorsäure in Cola-Getränken. Wichtigster Bestandteil ist bei fast allen Limos, Eistees und Wellnessgetränken eine unterschiedlich hohe Menge an Zucker, bei den kalorienreduzierten Getränken immer auch künstliche Süßstoffe. Das zeigt ein AK Test von 63 Produkten im April. Die künstlichen Süßstoffe müssen zwingend in der Zutatenliste angegeben sein. Der Zuckeranteil ist in der derzeit freiwilligen Nährwertkennzeichnung angegeben. Um die Konsumenten besser zu informieren, sollte die Nährwertkennzeichnung ebenfalls zwingend für alle Produkte vorgeschrieben werden, fordert die AK. Der AK Test zeigt, wie hoch die Anteile an Zucker bei den einzelnen Getränken sind. Darüber hinaus wurde festgestellt, bei welchen Produkten künstliche Süßstoffe den Zucker ergänzen oder ersetzen. Die Kalorien-, Kohlehydrate- und Zuckergehalte wurden den jeweiligen Nährwertangaben am Etikett entnommen. Gab's keine Angaben zum Zuckergehalt, wurde der angegebene Kohlehydratanteil am Zuckergehalt herangezogen Wie süß sind eigentlich Erfrischungsgetränke, Eistees und Wellnessgetränke? Limonaden, z.B. Fanta Lemon, Top Star enthalten 26 bis 32 Zuckerwürfel pro Liter. Cola, Capri Sonne enthalten 18 bis 24 Stücke Zucker. Multivitamin Eistee, z.B. Clever Eistee Pfirsich, enthalten 18 bis 24 Stücke Zucker. Wellnessgetränke, z.B. Arriba Magnesium, enthalten 6 bis 14 Stücke Zucker. Limonaden light, z.B. Leo fresh, enthalten 1 bis 14 Stücke Zucker plus Süßstoff.
Erfrischungsgetränke mit Mineralwasser enthalten 2 bis 5 Stücke Zucker plus Süßstoff. Melisse Erfrischungsgetränke kalorienfrei und zuckerfreie Getränke wie z.B. Pepsi Cola light, Cola light, Spar American Cola light enthalten auch keinen Zucker, aber dafür Süßstoff. Im Vergleich dazu hat ein mit Wasser aufgespritzter Apfel- oder Orangensaft einen Zuckergehalt von 12 bis 13 Stück Würfelzucker pro Liter. Das ist sogar weniger als die Hälfte des Zuckeranteils, den Limonaden ohne Süßstoffe enthalten.
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